Manche Themen verfolgen einen zu bestimmten Zeiten geradezu…
Z.B. die Frage, was ist Glück und wie lebt man ein glückliches Leben?
Dazu fiel mir vor ein paar Wochen dieses Buch in die Hände – offenbar brandneu übersetzt, 2007.
Zeit-Therapie. Wie Sie die Zeit finden, Ihr Leben zu verändern
Eigentlich war ich “nur” auf der Suche nach Anregungen, meine Zeit besser einzusetzen und zwischen Job, Privatleben und Haushalt nicht völlig aufgerieben zu werden.
Hier wird aber gleich die ganze Komplexität angegangen, dass “Glück” meist aus 3 Komponenten besteht: Gesundheit – Beziehung – Arbeit. Und im Gegensatz was viele Menschen glauben, geht die Autorin davon aus, dass es durchaus möglich ist, alle 3 Bereiche “im Grünen” zu haben und wirklich glücklich zu sein. Dauerhaft.
Dazu gibts gleich noch die – zugegeben sehr amerikanische – Variante von “Bestellung beim Universum” oder die Hohe Kunst des Wünschens… ach ja, wie war noch der Märchenbeginn? Wer erinnert sich?
Genau: Neben “Es war einmal vor langer langer Zeit” gibt´s auch: “Damals, als das Wünschen noch geholfen hat…” Man kann es nun Magie nennen oder Positives Denken – die Methodik funktioniert prinzipiell nach den gleichen Grundsätzen. Magie macht mehr Spass, würd ich sagen 
Ziemlich viele Augenöffner drin in dem Buch, hinsichtlich der eigenen (unbewussten) Glaubenssätze, mit denen man sich selbst daran hindert, glücklich zu sein.
Und dann in der aktuellen P.M. (April 2007) ein Artikel über Glück. Wobei “Glück” in Deutschland offenbar gerne assoziiert wird mit unverdient, zufällig und vor allem nichts, was Bestand haben kann. Wer Glück hat, gilt gleich als “Empfänger unlauterer Vorurteile”. Und ist irgendwie verdächtig, wie mich beim Lesen des Artikels als Interpretation beschlich.
In USA gilt Glück (für das es im übrigen auch eine erheblich höhere Bandbreite an Bezeichnungen gibt als im Deutschen) eher als Zeichen “eigener Verantwortung oder erfolgreicher Lebensführung”. Aha.
Während die deutsche Mentalität (ich bin mir der Unangebrachtheit von Generalisierungen durchaus bewusst aber lassen wir´s mal so generell stehen) sich im Weltschmerz verliert und an der Dauerhaftigkeit des Glücks grundsätzlich verzweifelt schrieb sich die USA das Recht auf´s Streben nach Glück sogar in die Verfassung! Irgendwie beschleicht mich die Vermutung, dass Aschenputtel/Cinderella nicht zufällig in Amerika erheblich beliebter ist als die Geschichte von “Hans im Glück”.
Dann werd ich mal das Buch weiter/fertig lesen und an der Bodenhaftung meines persönlichen Luftschlosses bauen
Und ausserdem hau ich mir auf die Pizza gleich eine Megadosis Vicious Viper drauf – auch durch Chili ausgelöste Endorphine machen glücklich und gegen die Halsentzündung/Erkältung sollte es allemal helfen. Aber Vorsicht bei eigenen Experimenten – jeder Warnhinweis der jeweiligen Verkäufer hat seine Berechtigung.