Archiv für die Kategorie: “Word-Craft”

Bücher & Co, it´s Magic!

Mit grossem Bedauern überraschte mich das heute erfolgte endgültige Ableben meiner Tasse aus der Boardhouse Mill in Birsay, Orkney, Schottland:

tasse.jpg

O.k., da iss ne Tasse kaputt gegangen – und?

Nun, diese Tasse war mein erstes Souvenier aus meiner ersten Reise auf die britischen Inseln – natürlich gleich ganz hoch in den Norden, auf die Orkneys. 36 h Non-Stop Tour von Frankfurt per Bahn und Fähre (ja, damals gab´s noch keine Billigflieger für Rucksacktouristen).

In den letzten 19 Jahren hat sie (wenn ich richtig zähle) 7 Umzüge mitgemacht. Wurde als emotional wertvoll bei jedem Umzug mit als erstes vorsichtig und gut ver- und ausgepackt. Mit einem Fassungsvermögen von 0,5 l (wohl eher 1 Pint = 0,47 l :-) ) hat sie ungezählte Litern von Tee und Kaffee enthalten, Studien- und Prüfungszeiten überstanden, Zahlenspielereien für Umrechnungsmanöver für Strickanleitungen mitgemacht, eigene Entwürfe erlebt, Prüfungen von Nebenkostenabrechnungen, morgendliche Stille zum Sonnenaufgang auf Balkonen… also diese Tasse war emotional wirklich aufgeladen mit Erinnerungen und hatte echt Charakter.

Der Henkel ist irgendwann beim Spülen abgebrochen (nicht bei mir) und da ich mich nicht von ihr trennen konnte, habe ich mit dem Hammer vorsichtig (!) die scharfen Bruchkanten begradigt und dicht an der Tasse abgeschlagen. Das war wohl vor 12 Jahren.

Und vorhin fällt sie mir aus dem Regal und der Sprung auf den Boden hat einen selbigen in der Keramik verursacht. War wohl an der Zeit, dass sie geht. Witzigerweise habe ich (nach bald 20 Jahren) vor Kurzem aufgehört, mir die Haare zu färben. Und dachte diese Woche, dass ich irgendwie 20 Jahre lang versucht habe, jemand zu sein, die ich nicht bin.

Also, wenn ich irgendwas hätte benennen sollen, das mich die letzten 20 Jahre begleitet hat, dann wäre es diese Tasse gewesen. Da war wohl noch jemand dieser Ansicht und wollte sehr deutlich werden. Natürlich ist die Tasse beim Aufprall auf den Kachelboden nicht in Scherben zersprungen – war nur ein Sprung, so dass ich mich bewusst entscheiden musste, sie zu zerklopfen und mich von ihr zu trennen.

Zeit, Dinge für den demnächst anstehenden Umzug zu sortieren, wie?

Die nächsten 20 Jahre werden bestimmt spannend :-)

 

 

 

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Amazon hat sich mal wieder selbst übertroffen :-)

Meine Danny Kaye “Der Hofnarr” ist da – und natürlich gleich im DVD Player gelandet *gg*. Unglaublich, der Film ist von 1956, also 51 (!) Jahre alt und die Witze sind immer noch frisch :-) Man ertappt sich bei einigen Szenen beim Gedanken, dass dieser Gag ein Zitat ist aus diesem oder jenem Film – ups – moment – ne, das hier ist ja das ORIGINAL, weil älter :-) Jedem Rollenspieler und vor allem LARPer sei dieser Film wärmstens ans Herz gelegt. So einige Gags hab ich als Kind ja gar nicht mitbekommen, wenn der Film lief. Die Idee mit dem Fingerschnippen vom Held zum Hasenfuss (und wieder zum Helden und wieder zum Hasenfuss und wieder….) wäre sicher noch für einige Plots gut.

Der von der Balustrade schwingende Schildwall – einfach köstlich *Lachträne wegwisch*

Und jetzt bin ich noch viel mehr davon überzeugt, dass Terry Pratchett diesen Film nicht nur kennt, sondern auch liebt.

Ein Toast auf Danny Kaye, the Jester of Kings and King of Jesters!!!

Was mir ihn noch sympathischer macht, aus einfachen Verhältnissen stammend, hat er sich Zeit seines Lebens für Unicef eingesetzt und 10 Millionen (!) US Dollar dafür aufgebracht.

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hat den Wein klar und rein

??? :-)

Juhu, es gibt endlich den Hofnarr von Danny Kaye auf DVD für Deutschland!

Wer den Film aus der eigenen Kindheit kennt (ja, ja, die Generation bis 1972, ne ;-) ) wird wissen was ich meine und wer den Film nicht kennt – da kann ich nur empfehlen: ANSEHEN! Ohne Special Effects (immerhin ist er von 1956) aber voller Wortwitz und einfach nur klasse. Eine Parodie auf alle Mantel-und-Degen und Robin-Hood-Filme der damaligen Zeit und eine wahrhaft Terry-Pratchett-würdige Story :-)

Die englische Tonspur ist natürlich auch mit drauf – ich wollte schon immer wissen, wie der Becher/Fächer -Reim auf englisch geht :-)

Auszüge aus Wikipedia aus dem Durcheinander:

The pellet with the poison’s in the vessel with the pestle;

the chalice from the palace has the brew that is true!

The pellet with the poison’s in the flagon with the dragon;

The vessel with the pestle has the brew that is true!

 

 

Und kaum hat der Arme endlich den Reim richtig, erhält er die Nachricht, dass der Chalice from the Palace zerbrochen und durch den Kelch mit dem Elch ersetzt wurde. Danach geht die Sprachverwirrung erst richtig los *gg. HIER noch ein paar Zitate aus dem Film. Ich sag nur “Candidate passes!” *gröhl* .

Das alles in einer Geschwindigkeit, welche Danny Kaye den Spitznamen “schnellste Klappe Hollywoods” einbrachte *gg*. Ich hab den Film vor einiger Zeit schon mal versucht auf einer in Deutschland abspielbaren DVD zu bekommen – Fehlanzeige. Seit 02.04.2007 (!) ist er aber bei Amazon zu haben. Was beweist, dass man nie die Hoffnung aufgeben sollte :-)

Ich bin ja so gespannt, wann meine DVD da ist!!! *hops, freu*

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Aus den Notizen der Gnomen-Bardin Ruby Goldflitter:

Grschnak mork! Schada rom grmp!!
Halt´s Maul! Lass mich in Ruh!!

Das war der Inhalt des Hobgoblin-Sprach-Crash-Kurses für den ehrenwerten Gentleman und den südländischen Krieger. Sorgfältig ausgewählt um bei der Infiltration der von Hobgoblins gehaltenen Festung mit möglichst wenigen Worten ein Maximum an Wirkung zu erzielen und unsere Leute möglichst lange unerkannt als Hobgoblins zu tarnen.

Angesichts der kurzen zur Verfügung stehenden Lehrzeit war es relativ erfolgreich.

Zumindest einige der vermissten Zwerge, zu deren Rettung wir ausgezogen waren, konnten wir befreien. Dazu noch mehrere Zwerginnen, von deren Gefangennahme wir gar nichts wussten!!

Am Ende des Kampfes haben wir die überlebenden Hobgoblins grosszügigerweise aus ihrer zerstörten Festung abziehen lassen baten uns die überlebenden Hobgoblins auf Knien und unter Tränen, sie zu verschonen und die Zwerge und den Halbling in unserer Obhut mitzunehmen.
Wie es so schön heisst:

UPSS – wir wissen was (Hob)Goblins wünschen!

Hmmm – man sollte einen Hobgoblin-Sprach-Crash-Kurs Teil II entwicklen…

Hrschna gro! -Dummbatz!

Krstgaaa! – Schleimbolzen!

Könnte die linguistischen Fähigkeiten bei weiteren Begegnungen um ein vielfaches erweitern und verbessern :-)

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Manche Themen verfolgen einen zu bestimmten Zeiten geradezu…

Z.B. die Frage, was ist Glück und wie lebt man ein glückliches Leben?

Dazu fiel mir vor ein paar Wochen dieses Buch in die Hände – offenbar brandneu übersetzt, 2007.

Zeit-Therapie. Wie Sie die Zeit finden, Ihr Leben zu verändern

Eigentlich war ich “nur” auf der Suche nach Anregungen, meine Zeit besser einzusetzen und zwischen Job, Privatleben und Haushalt nicht völlig aufgerieben zu werden.

Hier wird aber gleich die ganze Komplexität angegangen, dass “Glück” meist aus 3 Komponenten besteht: Gesundheit – Beziehung – Arbeit. Und im Gegensatz was viele Menschen glauben, geht die Autorin davon aus, dass es durchaus möglich ist, alle 3 Bereiche “im Grünen” zu haben und wirklich glücklich zu sein. Dauerhaft.
Dazu gibts gleich noch die – zugegeben sehr amerikanische – Variante von “Bestellung beim Universum” oder die Hohe Kunst des Wünschens… ach ja, wie war noch der Märchenbeginn? Wer erinnert sich?

Genau: Neben “Es war einmal vor langer langer Zeit” gibt´s auch: “Damals, als das Wünschen noch geholfen hat…” Man kann es nun Magie nennen oder Positives Denken – die Methodik funktioniert prinzipiell nach den gleichen Grundsätzen. Magie macht mehr Spass, würd ich sagen ;-)
Ziemlich viele Augenöffner drin in dem Buch, hinsichtlich der eigenen (unbewussten) Glaubenssätze, mit denen man sich selbst daran hindert, glücklich zu sein.

Und dann in der aktuellen P.M. (April 2007) ein Artikel über Glück. Wobei “Glück” in Deutschland offenbar gerne assoziiert wird mit unverdient, zufällig und vor allem nichts, was Bestand haben kann. Wer Glück hat, gilt gleich als “Empfänger unlauterer Vorurteile”. Und ist irgendwie verdächtig, wie mich beim Lesen des Artikels als Interpretation beschlich.

In USA gilt Glück (für das es im übrigen auch eine erheblich höhere Bandbreite an Bezeichnungen gibt als im Deutschen) eher als Zeichen “eigener Verantwortung oder erfolgreicher Lebensführung”. Aha.
Während die deutsche Mentalität (ich bin mir der Unangebrachtheit von Generalisierungen durchaus bewusst aber lassen wir´s mal so generell stehen) sich im Weltschmerz verliert und an der Dauerhaftigkeit des Glücks grundsätzlich verzweifelt schrieb sich die USA das Recht auf´s Streben nach Glück sogar in die Verfassung! Irgendwie beschleicht mich die Vermutung, dass Aschenputtel/Cinderella nicht zufällig in Amerika erheblich beliebter ist als die Geschichte von “Hans im Glück”.
Dann werd ich mal das Buch weiter/fertig lesen und an der Bodenhaftung meines persönlichen Luftschlosses bauen ;-)

Und ausserdem hau ich mir auf die Pizza gleich eine Megadosis Vicious Viper drauf – auch durch Chili ausgelöste Endorphine machen glücklich und gegen die Halsentzündung/Erkältung sollte es allemal helfen. Aber Vorsicht bei eigenen Experimenten – jeder Warnhinweis der jeweiligen Verkäufer hat seine Berechtigung.

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