Archiv für die Kategorie: “Zugsocking”

Kurz vor der Sommersonnwende war ich wieder mal in Mainz – per ICE von Siegburg nach Mainz und wieder zurück. Quasi Zugsocking for One (V). Leider hat die Bahn wieder alles getan um ihrem schlechten Ruf gerecht zu werden, und so wurde aus etwas über 1 Stunde Fahrzeit hin  mal eben über das Doppelte aufgrund der Wartezeiten. Vielleicht sollte ich lobend erwähnen, dass zumindest die Rückfahrt relativ planmässig verlief – abgesehen davon, dass aufgrund von Verspätung des ICE (ach neeee) die Umsteigzeit in Frankfurt Flughafen verdammt kurz war.Das einzig tröstliche ist, dass ich mit dem Auto noch länger gebraucht hätte, selbst wenn ich ohne Stau rechne und wie wahrscheinlich ist das denn.

Also auf zum Tempel für Isis und Kybele/Magna Mater, das heute am fast alten Platz aus römischer Zeit liegt. 3 m zur Seite oder so, weil man sonst die Baupläne für das Einkaufszentrum Römerpassage hätte ändern oder auf das rekonstruierte Iseum hätte verzichten müssen.

Ansonsten befindet sich die  romano-keltischen Vergangenheit von Mogontiacum im Keller – wortwörtlich. Eigentlich wollte ich im Römisch-Germanischen-Zentralmuseum die 1 : 1 Replik des Gundestrupkessels mit Cernunnosdarstellung nochmal ansehen – aber der Kessel ist im Archiv. Zusammen mit ALLEM anderen aus dieser Zeit. Keltischer Wagen, Grabaustattung der Fürstin von Vix (ist die derzeit eigentlich als Mann oder als Frau klassifiziert, das wechselt ja gerne mal je nach neuester Untersuchung), die Bruchstücke der Jupiter-Gigantensäule, Grabstein von Menimane und Blussus, die ganzen restlichen Steine und sonstigen Funde… alles im Archiv verpackt, bis in – angeblich – 2 Jahren das neue Museum am Römerschiff-Museum erbaut und befüllt ist. Na, wenn der Zeitplan mal hinkommt…

Was Bilder angeht (nicht mal eine (!) Postkarte zum Gundestrupkessel gab es), siehe links im Text.

Zumindest die Replik der Jupiter-Gigantensäule (15 m hoch) steht noch vor dem Landtag (klick vergrössert):

Die Säule im ganzen:

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Der obere Teil:

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Wie man vielleicht bemerkt – es fehlen Jupiter und der Gigant. Die wurden, weil aus Bronze und daher wertvoll, irgendwann eingeschmolzen. Ein komplettes Bild dieser typischen Verschmelzung von keltischer und römischer Mythologie gibts hier (ja, die Dinger waren BUNT). Und hier der krönende Abschluss en Detail.

Und das Wetter am 21.06.2010? Es war so feucht-kalt, dass ich nochmal Feuer im Kaminofen gemacht habe. Und dann prompt davor eingeschlafen bin. Zumindest die nächsten Tage sind jetzt endlich sommerliche Temperaturen angekündigt. Ich bin gespannt.

* * *

Shortly before Summer Solstice a made a short trip to Mainz and back by high speed train. A Knitting on the Train for One, so to say (V). Unfortunately, the German Railway Company did everything to live up to their bad reputation and so it took me over 2 h on the way there instead of a bit more than one. On the way back they almost managed to be on time, but the train was a bit late (what a surprise!) and changing time was really really short, but I made it. Some comfort is, that it would have taken me even longer by car anyway, even if there had been no traffic congestion at all and how realistic is that.

So I went to the showroom of the antique Iseum (Temple for the Goddesses Isis and Kybele during Roman times) which was discovered during building measures for a new shopping mall:

The rest of the cities romano-celtic past is in the basement – litereally. I wanted to have another look at the 1 : 1 replica of the  1 : 1  Gundestrup Cauldron including the famous picture of Cernunnos but the cauldron is down in the archives. Together with EVERYTHING from this time. Celtic wagon, grave inventar of the  Princess of Vix (is she momentary considered a  woman or a man? Seems to change with whatever is the latest work about her), the fragments of the Jupiter-Giant-Column, the grave stone of  Menimane and Blussus, all the rest of the stones and every find besides… everything packed off to the archives, until  – hopefully in 2 years time – the new museum will be opened beside the museum for the roman ships which were found a few years ago in the Rhine. Well, I’m really curious if they will be able to stick to that deadline…

Considering pictures (there was not even one (!) postcard with the Gundestrup Cauldron), follow the links in the text above.

At least the replica of the Jupiter-Giant-Column (15 m) is still standing in front of the  parliament building of Rhineland-Palatinate (click to enlarge):

The column in total:

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Just the upper part:

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As you may notice – Jupiter and Giant are missing. They were made of bronze and so got melted down somewhere along the centuries because of he material worth. A complete picture showing  this amalgamation of celtic and roman mythology you can find here (oh yes, these things were really multicolored). And here the crowning part en detail.

And the weather on the 21st of June in 2010? Well, it was so wet and cold, I started a fire in the wood stove. Only to fall asleep in front of it. At least for the next few days the weather forecast says, it will be warm, sunny and summery. I’m really curious.

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Ein paar Eindrücke vom recht spontanen 2 Personen Zugsocking von Köln nach Mainz gestern:

  • erstaunlich, wieviele Fahrradfahrer morgens in einen Zug entlang des Rheins passen – noch erstaunlicher, dass noch mehr rein wollen
  • unser Zielbahnhof Mainz Süd heisst jetzt Mainz Römisches Theater (da werd ich brauchen, bis ich mich dran gewöhnt habe)
  • es gibt inzwischen 4 (!) Woll-Läden in Mainz Innenstadt: Woll-Rödel, Woll-Zeit, Haus der Wolle und den 4. find ich jetzt nicht
  • das erste, was mir nach Verlassen des Bahnhofs Römisches Theater (wohlgemerkt, in MAINZ) ins Auge sprang, war ein ca. 3 m hohes Früh Kölsch – Beweisfoto (klick vergrössert):

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  • gehört zur Gaststätte “Kölnisch Wasser” – naja, solange sie dort tatsächlich Früh ausschenken und kein Eau de Cologne, wie der Name nahe legt…

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  • wir haben es trotzdem vorgezogen, im Eisgrubbräu ein paar Hundert m weiter in der Weissliliengasse zu Mittag zu essen – vor Ort in der Gasthausbrauerei gebrautes Bier schmeckt einfach besser als alles andere. Ich bin wirklich kein grosser Biertrinker, aber 0,2 l davon mussten einfach sein. Und die Speisekarte ist nach Brauhausart- reichhaltig, deftig, preislich o.k. Hinter Glas sieht man innen in der Brauerei die Maische im Gärkessel blubbern und das Ambiente mit den Kupferbraukesseln hat was – definitiv keine Massenware und das schmeckt man auch!
  • derart gestärkt haben wir die Woll-Läden abgegrast. Systematisch, versteht sich. Angebot ganz o.k., nichts berauschendes.
  • ich war ganz brav und habe mir nur ein paar Knöpfe geholt – blau-glitzer-pfauenfarbig oder so ähnlich:

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  • Ein Strang Zitron flame in Blau (was sonst) wär auch noch mit gegangen auf dem Rückweg – aber der Laden hatte dann schon zu…
  • Ein wenig Kultur haben wir uns auch gegönnt – den Schauraum im alten Isis-Magna-Mater-Tempel unterhalb der Römerpassage (= modernen Einkaufstempel). Eintritt frei, Spende natürlich gern gesehen aber nicht verpflichtend, geöffnet von 10 – 18:00 Uhr und auch ein kleiner Ruhehafen vor dem Einkaufstrubel in der darüber liegenden Stockwerken.
  • ein paar kleine Beutestücke aus dem Tempel – Radiergummi mit “Errare Humanum Est” drauf (“Irren ist menschlich” – find ich witzig auf einem Radiergummi) und zwei Streichholzschachteln mit der Aufschrift: “Isidi Pantheae et Matri Magnae” und “Mogontiacum Urbs Prima Germaniae Superioris” (“Die Göttin Isis und Magna Mater”, und “Mainz, erste Stadt in Obergermanien” wenn meine rudimentären Lateinkenntnisse mich nicht täuschen).

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  • Das Eis in der Eisdiele Florenz im 1. Stock der Römerpassage ist übrigens einfach nur absolut megamässig-lecker -  das gilt auch für die Kugelgrössen ;-) .  Lieber erst mal an den Nebentisch gucken ehe man selbst ordert.
  • Wem der Sinn nach einem kleinen Happen zwischendrin steht, kann sich auch bei Pizzeria Pepe in der Altstadt in der Augustinerstrasse verköstigen. Die leckerste Pizza, die ich je hatte.
  • Rückfahrt nach Köln per Nahverkehr dann wieder 3:40 h mit dem Wochenendticket – zieht sich doch ganz schön, und wenn der Anschlusszug dann noch etwas dauert und von Fussballfans und/oder Junggesellenabschied optisch und akustisch zugemüllt ist :-(   ist das wirklich kein Sahnehäubchen auf einem ansonsten schönen Tag.

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Heute sollte es ja von Köln nach Norddeich gehen – hierhin.

Fotos vom Zugsocking:

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Aachen liegt nicht wirklich auf dem Weg von Köln nach Norddeich… Naja, Pläne überleben den Kontakt mit der Realität nicht immer… und der Plan wurde kurzfristig geändert zum Strickcafe nach Aachen.

Vor dieser Entscheidung hatten wir so ungefähr alles was schief gehen kann:

  • Verschlafen
  • Zug verpasst
  • Zug verspätet
  • Zug ausgefallen
  • Zug vor Endstation zu Ende w/Baustelle und 2 x mehr umsteigen

Ob das Universum uns ein Zugsocking zum Abgewöhnen servieren wollte?! Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen.

Immerhin habe ich auf diese Weise das Strickcafe Woll-Treffer in Achen endlich kennen gelernt. Sehr schöne Atmosphäre und super Kaffee! Verführerische Wolle gabs natürlich auch.

Aber ich war ganz brav – das neu gelernte Mantra “Ich habe genug Wolle, ich habe genug Wolle, ich habe…” hat doch tatsächlich Wirkung entfaltet. Keine Wolle gekauft, obwohl die Versuchung durch das Alpaca in dunklem Beerenrot hart war.

Aber so ganz ohne ging es doch nicht. Fotos von der Beute:

Häkelnadeln im Girly-Glitzer-Look. Hübsch. :-)

* * *

Today we wanted to go to the North Sea by train (about 500 km to the north from Cologne), just for fun, while knitting and talking – such meetings are known as Knit on the Train.

We ended up in Aachen / Aix-la-Chapelle (50 km to the west from Cologne).

Plans often don´t survive exposition to reality ;-) . So the plan was changed on short notice to go to Aachen to visit the Woll-Treffer Knitting Cafe and shop.

We had the full program:

  • overslept (mea culpa)
  • missed the train
  • train late
  • train cancelled
  • train ended early because of roadworks

Makes one wonder if the Universe decided to test our commitment to Knitting on the Train Events.

Anyway, I learned a new mantra: “I´ve got enough wool, I´ve got enough wool, I´ve got…” You get it.

It worked. I was very well behaved and didn´t buy any yarn though severly tempted by the alpaca in the dark plum colorway. Just two glittery-girly crochet hooks as seen above :-)

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Nachdem bei der Ankündigung des Zugsockings in den Archäologischen Park von Xanten noch jede Menge potentielle Mitfahrerinnen da waren, schwand das Interesse bis zum tatsächlichen Zugsocking-Termen offenbar drastisch – nicht mal Absagen trudelten ein. Und so kam es, dass nur die Eule und ich ab Köln im Zug sockten. In Düsseldorf stieg noch Debbie zu – allerdings fanden wir uns erstmal nicht.

In Xanten angekommen liefen wir mitten in den “Klein Montmatre am Niederrhein”-Markt, ein kleiner Kunstmarkt. Wir beschlossen, erstmal über den Markt zu bummeln. Und siehe da, entweder verfügt Debbie über eine ausgesprochen gute Intuition oder die legendäre Woll-Magie, womit sich Wollsüchtige sogar ohne Strickzeug in der Hand erkennen hat ihr Werk getan. Jedenfalls sprach sie uns an und wir zogen zu dritt weiter.

Auf dem Markt habe ich eine Keramikschale mit Schaf-Dekor erstanden.

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Auf dem Weg zum Dom (wenn man schon mal da ist…) sprang uns dieses Strassenschild ins Auge:

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Orkstrasse… Wer schon immer mal wissen wollte, wo Orks ihr trautes Familienleben führen… Ob es auch einen Elfen- oder Koboldweg gibt, haben wir dann nicht erkundet ;-) , sondern eine kurze Dombesichtigung gemacht. Traurig, dass man heutzutage in der Krypta (!!!) eine Videoüberwachungsanlage benötigt – oh tempora, oh mores.

Zu Fuss sind es dann nur wenige Minuten zum Archäologischen Park. D.h., wenn man sich nicht von der irren Beschilderung kirre machen lässt. Wer kommt schon auf die Idee, bei einem eindeutig nach LINKS weisenden Schild GERADEAUS durch das Stadttor zu gehen und hinterher RECHTS auf den Fussweg abzubiegen??! Nach einer weiteren Runde durch die Stadt fanden wir den richtigen Weg und kurz darauf den Park.

Ob dies hier tatsächlich ein Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung ist, weiss ich nicht, aber es macht einen wohnlichen Eindruck:

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Dann erreichten wir doch den archäologischen Park:

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Und das Beweisfoto für die Zug-Socken :-) (ganz frisch fertiggestellt, nur noch Fäden beim zweiten Socken vernähen):

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Die Taverne im Park serviert übrigens einen erstklassigen Fisch auf alexandrinische Art nach römischem Rezept! Das numidische Huhn soll auch sehr schmackhaft gewesen sein, was ich gerne glaube. Der Mulsum (Würzwein nach römischem Rezept) war ebenfalls sehr lecker, hicks  :-)

Mit dem Wetter hatten wir richtig Glück. Sonnig, aber nicht drückend, trocken, aber nicht zu heiss. Kleine Impression von unter den Bäumen:

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Fazit: Mit Sicherheit ein erstklassiges Zugsocking!

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Moin – was war das gestern für ein schönes Zugsocking!

In Münster hat es zwar noch geregnet, aber der Kauf eines Regenschirms hat sich als offenbar wirksame Abwehrmassnahme gegen den Regen erwiesen. Denn, wie allgemein bekannt, es regnet ja immer dann, wenn man gerade KEINEN Regenschirm zu Hand hat ;-)

So sah es dann aus als wir an der Küste waren (klick drauf für Vergrösserung):

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Wir teilten uns den Strand mit jeder Menge Kite Surfern und Spaziergänger, barfuss ins Wasser kein Problem, Windgeschwindigkeit 9m/sec und 20 Grad. Ganz rechts im Bild ist übrigens die Fähre nach Norderney zu erkennen.

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Ich durfte bei Patrizia Labskaus probieren – lecker! Nächstes Mal will ich eine ganze Portion für mich, bin ja schon ein grosses Mädchen :-) Obwohl, lt. Worterklärung ist das ein Essen für “Harte Kerle”, Dauerfutter halt für die Seeleute früher auf langen Fahrten. Aber solange mich keiner verrät… ;-)

Vielleicht probier ich auch in der Zwischenzeit mal dies hier aus:

Labskaus-Rezept

Weil, die Ecke da oben hat mich nicht zum letzten Mal gesehen, ganz bestimmt nicht!

Dann bekam ich noch diese Regia (?) Sockenwolle in Neonpink :-) von Luzia – lief mir quasi als Ergänzung zur Kauni Magenta Neon Pink zu:

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Vielen Dank Luzia!!

Es sind 42 gr, reichen hoffentlich für ein Paar Sneaker Socks mit Rüschenrand – und weil´s so schön “girlie” ist, werd ich noch ein paar Rocaille Perlen mit einstricken, die bei mir zuhause auf bessere Zeiten warteten.

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