Archiv für die Kategorie: “Zugsocking”

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Nachdem das letzte Jahr strick-kreativ-mässig ziemlich unterbelichtet war, hier das Dezemberprojekt, entstanden aus purer Verzweiflung ob des Kreativitätsblocks und in der Hoffnung, diesen damit zu durchbrechen und zu entstauben:

Flamingofarbenes Wischtuch aus doppeltem Baumwollgarn

12_cloth_flamingo

Und jetzt auf zum Saubermachen.

* * *

Last year was rather unimpressive, knit-project-wise. So I did this project in December. The idea was born out of pure despair and in hope of breaking and dedusting the creativity block:

Flamingo Colored Duster made from dishcloth cotton taken double.

Now off to cleaning my life.

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Ist schon ein paar Wochen her, aber am 08.06.2013 gab es wieder ein Zugsocking im Sommer.  Nicht weit, dafür nett – und ganz ohne Umsteigen, mehr oder weniger. Einfach nur von Köln nach Siegen. Der RE 9 fährt da durch – natürlich nur, wenn nicht wieder durch die Hitze die Gleise verformt sind. Liebe Bahn, hierzulande halte ich Temperaturen um die 30 Grad plus im Sommer für normal. Aber gut, wenn man es mal wieder aufs Wetter schieben kann.

Egal, wir sind (zu viert) gefahren ehe die Hitzewelle kam und hatten daher keine Probleme. Ausser, dass die Anzeige im Zug darauf beharrte, dass unser Zielbahnhof Aachen Rote Erde ist. Wird wohl auch am Wetter gelegen haben ;-) .

Jedenfalls gab es einen Zwischenhalt in Eitorf, im Werksverkauf von Schoeller + Stahl, praktischerweise 10 min zu Fuss vom Bahnhof entfernt gelegen, Richtung Köln, bei gemächlichem Tempo, immerhin war es warm.  Wobei es nicht so ganz klar ist, ob das nun tatsächlich noch ein Werksverkauf ist, sie firmieren inzwischen unter “Wollstube Eitorf” aber was soll’ s? Das Angebot ist ganz gut, nichts wahnsinnig besonderes, aber gerade für grössere Mengen gibts günstige Grosspackungen.

2013_siegen_eitorf

Alle Stunde fährt der Zug und so haben wir den nächsten genommen, das Panorama entlang der Siegstrecke genossen, die Anzahl der Brücken bewundert, über die wir gefahren sind und kamen schliesslich pünktlich (!) in Siegen an.

Nach einem stärkenden Mahl in der Schnellpizzeria im Einkaufszentrum am Bahnhof haben wir darauf verzichtet den Touristen-Bus zu nehmen. Auch wenn es so aussieht, nein, er ist uns nicht direkt vor der Nase weggefahren.

2013_siegen_bus

Dafür gab es free hugs auf dem Weg nach oben. Kostenlose Umarmungen unter Wildfremden. Im Siegerland! Leider habe ich die Namen der beiden jungen Frauen vergessen, es war auf alle Fälle schön, sie getroffen – und umarmt! – zu haben.

201_siegen_hugs_

Diverse Höhenmeter (und Blasen an den Füssen!) später, waren wir oben an der alten Burg und im dort untergebrachten Siegerlandmuseum. Etwas Industrie, mehrere echte Rubensbilder und eine schöne Gartenanlage (letztere ohne Eintritt zugänglich). Ich habe eine Schwäche für Farne und diese waren einfach nur wunderschön:

2013_siegen_farn

Die beiden stehen da wohl schon länger rum:

2013_siegen_victoria

Der Herr erinnert mich irgendwie an die Argonath:

2013_siegen_argonath_closeup

Was das stricken angeht  – ja, gestrickt hab ich auch aber irgendwie ist mein knitting mojo seit mehreren Monaten auf Urlaub und irgendwie war das alles nicht so wirklich zum drüber berichten.

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Kurz vor der Sommersonnwende war ich wieder mal in Mainz – per ICE von Siegburg nach Mainz und wieder zurück. Quasi Zugsocking for One (V). Leider hat die Bahn wieder alles getan um ihrem schlechten Ruf gerecht zu werden, und so wurde aus etwas über 1 Stunde Fahrzeit hin  mal eben über das Doppelte aufgrund der Wartezeiten. Vielleicht sollte ich lobend erwähnen, dass zumindest die Rückfahrt relativ planmässig verlief – abgesehen davon, dass aufgrund von Verspätung des ICE (ach neeee) die Umsteigzeit in Frankfurt Flughafen verdammt kurz war.Das einzig tröstliche ist, dass ich mit dem Auto noch länger gebraucht hätte, selbst wenn ich ohne Stau rechne und wie wahrscheinlich ist das denn.

Also auf zum Tempel für Isis und Kybele/Magna Mater, das heute am fast alten Platz aus römischer Zeit liegt. 3 m zur Seite oder so, weil man sonst die Baupläne für das Einkaufszentrum Römerpassage hätte ändern oder auf das rekonstruierte Iseum hätte verzichten müssen.

Ansonsten befindet sich die  romano-keltischen Vergangenheit von Mogontiacum im Keller – wortwörtlich. Eigentlich wollte ich im Römisch-Germanischen-Zentralmuseum die 1 : 1 Replik des Gundestrupkessels mit Cernunnosdarstellung nochmal ansehen – aber der Kessel ist im Archiv. Zusammen mit ALLEM anderen aus dieser Zeit. Keltischer Wagen, Grabaustattung der Fürstin von Vix (ist die derzeit eigentlich als Mann oder als Frau klassifiziert, das wechselt ja gerne mal je nach neuester Untersuchung), die Bruchstücke der Jupiter-Gigantensäule, Grabstein von Menimane und Blussus, die ganzen restlichen Steine und sonstigen Funde… alles im Archiv verpackt, bis in – angeblich – 2 Jahren das neue Museum am Römerschiff-Museum erbaut und befüllt ist. Na, wenn der Zeitplan mal hinkommt…

Was Bilder angeht (nicht mal eine (!) Postkarte zum Gundestrupkessel gab es), siehe links im Text.

Zumindest die Replik der Jupiter-Gigantensäule (15 m hoch) steht noch vor dem Landtag (klick vergrössert):

Die Säule im ganzen:

jgs

Der obere Teil:

jgsdetail

Wie man vielleicht bemerkt – es fehlen Jupiter und der Gigant. Die wurden, weil aus Bronze und daher wertvoll, irgendwann eingeschmolzen. Ein komplettes Bild dieser typischen Verschmelzung von keltischer und römischer Mythologie gibts hier (ja, die Dinger waren BUNT). Und hier der krönende Abschluss en Detail.

Und das Wetter am 21.06.2010? Es war so feucht-kalt, dass ich nochmal Feuer im Kaminofen gemacht habe. Und dann prompt davor eingeschlafen bin. Zumindest die nächsten Tage sind jetzt endlich sommerliche Temperaturen angekündigt. Ich bin gespannt.

* * *

Shortly before Summer Solstice a made a short trip to Mainz and back by high speed train. A Knitting on the Train for One, so to say (V). Unfortunately, the German Railway Company did everything to live up to their bad reputation and so it took me over 2 h on the way there instead of a bit more than one. On the way back they almost managed to be on time, but the train was a bit late (what a surprise!) and changing time was really really short, but I made it. Some comfort is, that it would have taken me even longer by car anyway, even if there had been no traffic congestion at all and how realistic is that.

So I went to the showroom of the antique Iseum (Temple for the Goddesses Isis and Kybele during Roman times) which was discovered during building measures for a new shopping mall:

The rest of the cities romano-celtic past is in the basement – litereally. I wanted to have another look at the 1 : 1 replica of the  1 : 1  Gundestrup Cauldron including the famous picture of Cernunnos but the cauldron is down in the archives. Together with EVERYTHING from this time. Celtic wagon, grave inventar of the  Princess of Vix (is she momentary considered a  woman or a man? Seems to change with whatever is the latest work about her), the fragments of the Jupiter-Giant-Column, the grave stone of  Menimane and Blussus, all the rest of the stones and every find besides… everything packed off to the archives, until  – hopefully in 2 years time – the new museum will be opened beside the museum for the roman ships which were found a few years ago in the Rhine. Well, I’m really curious if they will be able to stick to that deadline…

Considering pictures (there was not even one (!) postcard with the Gundestrup Cauldron), follow the links in the text above.

At least the replica of the Jupiter-Giant-Column (15 m) is still standing in front of the  parliament building of Rhineland-Palatinate (click to enlarge):

The column in total:

jgs

Just the upper part:

jgsdetail

As you may notice – Jupiter and Giant are missing. They were made of bronze and so got melted down somewhere along the centuries because of he material worth. A complete picture showing  this amalgamation of celtic and roman mythology you can find here (oh yes, these things were really multicolored). And here the crowning part en detail.

And the weather on the 21st of June in 2010? Well, it was so wet and cold, I started a fire in the wood stove. Only to fall asleep in front of it. At least for the next few days the weather forecast says, it will be warm, sunny and summery. I’m really curious.

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Ein paar Eindrücke vom recht spontanen 2 Personen Zugsocking von Köln nach Mainz gestern:

  • erstaunlich, wieviele Fahrradfahrer morgens in einen Zug entlang des Rheins passen – noch erstaunlicher, dass noch mehr rein wollen
  • unser Zielbahnhof Mainz Süd heisst jetzt Mainz Römisches Theater (da werd ich brauchen, bis ich mich dran gewöhnt habe)
  • es gibt inzwischen 4 (!) Woll-Läden in Mainz Innenstadt: Woll-Rödel, Woll-Zeit, Haus der Wolle und den 4. find ich jetzt nicht
  • das erste, was mir nach Verlassen des Bahnhofs Römisches Theater (wohlgemerkt, in MAINZ) ins Auge sprang, war ein ca. 3 m hohes Früh Kölsch – Beweisfoto (klick vergrössert):

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  • gehört zur Gaststätte “Kölnisch Wasser” – naja, solange sie dort tatsächlich Früh ausschenken und kein Eau de Cologne, wie der Name nahe legt…

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  • wir haben es trotzdem vorgezogen, im Eisgrubbräu ein paar Hundert m weiter in der Weissliliengasse zu Mittag zu essen – vor Ort in der Gasthausbrauerei gebrautes Bier schmeckt einfach besser als alles andere. Ich bin wirklich kein grosser Biertrinker, aber 0,2 l davon mussten einfach sein. Und die Speisekarte ist nach Brauhausart- reichhaltig, deftig, preislich o.k. Hinter Glas sieht man innen in der Brauerei die Maische im Gärkessel blubbern und das Ambiente mit den Kupferbraukesseln hat was – definitiv keine Massenware und das schmeckt man auch!
  • derart gestärkt haben wir die Woll-Läden abgegrast. Systematisch, versteht sich. Angebot ganz o.k., nichts berauschendes.
  • ich war ganz brav und habe mir nur ein paar Knöpfe geholt – blau-glitzer-pfauenfarbig oder so ähnlich:

knoepfe pfau

  • Ein Strang Zitron flame in Blau (was sonst) wär auch noch mit gegangen auf dem Rückweg – aber der Laden hatte dann schon zu…
  • Ein wenig Kultur haben wir uns auch gegönnt – den Schauraum im alten Isis-Magna-Mater-Tempel unterhalb der Römerpassage (= modernen Einkaufstempel). Eintritt frei, Spende natürlich gern gesehen aber nicht verpflichtend, geöffnet von 10 – 18:00 Uhr und auch ein kleiner Ruhehafen vor dem Einkaufstrubel in der darüber liegenden Stockwerken.
  • ein paar kleine Beutestücke aus dem Tempel – Radiergummi mit “Errare Humanum Est” drauf (“Irren ist menschlich” – find ich witzig auf einem Radiergummi) und zwei Streichholzschachteln mit der Aufschrift: “Isidi Pantheae et Matri Magnae” und “Mogontiacum Urbs Prima Germaniae Superioris” (“Die Göttin Isis und Magna Mater”, und “Mainz, erste Stadt in Obergermanien” wenn meine rudimentären Lateinkenntnisse mich nicht täuschen).

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  • Das Eis in der Eisdiele Florenz im 1. Stock der Römerpassage ist übrigens einfach nur absolut megamässig-lecker -  das gilt auch für die Kugelgrössen ;-) .  Lieber erst mal an den Nebentisch gucken ehe man selbst ordert.
  • Wem der Sinn nach einem kleinen Happen zwischendrin steht, kann sich auch bei Pizzeria Pepe in der Altstadt in der Augustinerstrasse verköstigen. Die leckerste Pizza, die ich je hatte.
  • Rückfahrt nach Köln per Nahverkehr dann wieder 3:40 h mit dem Wochenendticket – zieht sich doch ganz schön, und wenn der Anschlusszug dann noch etwas dauert und von Fussballfans und/oder Junggesellenabschied optisch und akustisch zugemüllt ist :-(  ist das wirklich kein Sahnehäubchen auf einem ansonsten schönen Tag.

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Heute sollte es ja von Köln nach Norddeich gehen – hierhin.

Fotos vom Zugsocking:

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Aachen liegt nicht wirklich auf dem Weg von Köln nach Norddeich… Naja, Pläne überleben den Kontakt mit der Realität nicht immer… und der Plan wurde kurzfristig geändert zum Strickcafe nach Aachen.

Vor dieser Entscheidung hatten wir so ungefähr alles was schief gehen kann:

  • Verschlafen
  • Zug verpasst
  • Zug verspätet
  • Zug ausgefallen
  • Zug vor Endstation zu Ende w/Baustelle und 2 x mehr umsteigen

Ob das Universum uns ein Zugsocking zum Abgewöhnen servieren wollte?! Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen.

Immerhin habe ich auf diese Weise das Strickcafe Woll-Treffer in Achen endlich kennen gelernt. Sehr schöne Atmosphäre und super Kaffee! Verführerische Wolle gabs natürlich auch.

Aber ich war ganz brav – das neu gelernte Mantra “Ich habe genug Wolle, ich habe genug Wolle, ich habe…” hat doch tatsächlich Wirkung entfaltet. Keine Wolle gekauft, obwohl die Versuchung durch das Alpaca in dunklem Beerenrot hart war.

Aber so ganz ohne ging es doch nicht. Fotos von der Beute:

Häkelnadeln im Girly-Glitzer-Look. Hübsch. :-)

* * *

Today we wanted to go to the North Sea by train (about 500 km to the north from Cologne), just for fun, while knitting and talking – such meetings are known as Knit on the Train.

We ended up in Aachen / Aix-la-Chapelle (50 km to the west from Cologne).

Plans often don´t survive exposition to reality ;-) . So the plan was changed on short notice to go to Aachen to visit the Woll-Treffer Knitting Cafe and shop.

We had the full program:

  • overslept (mea culpa)
  • missed the train
  • train late
  • train cancelled
  • train ended early because of roadworks

Makes one wonder if the Universe decided to test our commitment to Knitting on the Train Events.

Anyway, I learned a new mantra: “I´ve got enough wool, I´ve got enough wool, I´ve got…” You get it.

It worked. I was very well behaved and didn´t buy any yarn though severly tempted by the alpaca in the dark plum colorway. Just two glittery-girly crochet hooks as seen above :-)

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