Archiv für die Kategorie: “Färben”

Nee, nix Qualm sondern Handarbeit.

Nachdem ich dieses Wolle-Hanf-Garn gefunden hatte war ich echt neugierig und habe ein Probestück bestellt.

Doppelt genommen:

Kam heute an und wurde sofort mit etwas grüner Lebensmittelfarbe und einem Hauch von Essigessenz in den Topf verfrachtet und aufgekocht.

Hier nach dem Färben 3-fach genommen.

Nach dem Färbebad ist es hübsch aufgeflufft und hat die Farbe schön angenommen – o.k. es ist jetzt nicht wirklich das Super-Schmuse-Garn aber weder lebe ich auf einem Ponyhof, noch habe ich Interesse daran. Ich habe mir jetzt 1 kg (1 Verpackungseinheit) bestellt. 1 kg für 12 Euro – was soll man da sagen. Das Garn könnte ich mir verstrickt in jeder Fadenzahl vorstellen – von Lace bis dick, wobei ich persönlich alles ab Nadelstärke 5,0 eh nicht mehr mag.

3-fach genommen sollte es ziemlich genau hinkommen um die Unmentionables aus der Summer Knitty 2007 zu stricken und zwirnen kann ich die Wolle auf dem Spinnrad. Die Lauflänge kommt dann fast exakt hin und mit 50 % Hanf und 50 % Wolle statt 80 % Baumwolle und 20 % Merino ist der Materialmix auch nah dran.

Die Anleitung ist zwar auf englisch, aber allein die Bilder lohnen sich  – handgestrickte, knielange Damenunterhosen, inspiriert von Vorbildern um 1905 sieht man nicht alle Tage. Wenn man bedenkt, dass die Moralisten im 1. Jhd. Schaum vor dem Mund bekamen beim Gedanken, dass Frauen es wagten, diese Dinger ausser Sichtweiter der Öffentlichkeit UNTER ihrer sonstigen Kleidung trugen…. weia. Heissen wohl nicht umsonst auf englisch die “Unaussprechlichen”.

* * *

Nada, no smoke but fiber craft.

After I found this Wool-Hemp-Yarn I was really curious and ordered a sample which arrived today, only to be cooked at once with some green food coloring and a wee bit of vinegar. The pictured yarn scrap is a 3-ply.

After the dye bath it took the color quite beautifully and bloomed as well. It is not really a super-duper-soft yarn but I am not after those anyway. I like it and ordered 1 kg (one packing unit). At 12 Euros for the kg (equals 16.18 USD/10.09 British Pounds) at the moment it is really a bargain. This yarn should look nice in every ply – from lace to bulky even if I personally prefer Aran as maximum thickness.

As a 3-ply it should be just sufficient to knit the Unmentionables from Summer Knitty 2007. I can ply it on my spinning wheel to get almost the exact yardage of the original yarn. The mix of animal and plant materials is also close with 50 % hemp and 50 % wool instead of 80 % cotton and 20 % Merino.

Have look at them – just the pictures alone are worth it. Hand knitted knee-length women underwear based on models form around 1905 are not an everyday sight. And now think about the fact that moralists in the 19th century were frothing that women dared to wear them out of sight BENEATH their skirts… they are not called unmentionables for nothing, I suppose.

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Inspiration für die February Lady – nachdem ich diverse Möglichkeiten an Wolle überlegt und verworfen habe (u. a. das 6fädige Trekking von Zitron in Pink meliert – Foto hier), hab ich mich zum Stash Abbau entschieden.  Noch einen Vorrat von der guten Bio-Finkhof Wolle dünn in Naturweiss gefunden (300 m / 100 gr) für das echte Wollgefühl ohne Kunstharz aus der Superwash-Ausrüstung. Und da es was farbiges sein sollte (das Wintergrau geht mir sowas von auf den Keks inzwischen) hab ich noch die Kool Aid und Lebensmittelfarbevorräte durchsucht – voila:

kool-aid-reds

Lebensmittelfarbe Erdbeerrot, 1 x Kool Aid Cherry, 1 x Kool Aid Pink Lemon

Eigentlich wollte ich ein meliertes Prinzessinnen Pink beim Färben erreichen. Da hätte ich wohl einige Päckchen mehr an Pink Lemon benötigt.

Als ich das hier im Topf sah, fiel mir spontan (unreifes) Erdbeerfeld ein. Und Strawberry Fields von den Beatles  ;-)

kool-aid-reds-topf

Das hier war nach dem Färben – alle Farbpartikel aus dem Wasser gesaugt, wie man sieht

kool-aid-reds-fertig

Na dann – Erdbeerfeld statt Prinzessinnen Pink – diese Knöpfe hab ich dann bei Maschenkunst in Köln dafür gefunden:

knoepfe-blattgruen

Wirken doch ein bisschen wie die kleinen Blättchen an Erdbeeren :-)

Hm. Oder doch lieber die hellgrüne Peppermint Patty verwenden, die ich in einem früheren Versuch gefärbt habe? Da passen dann die Knöpfe auch zu ;-)

* * *

Inspiration for my February Lady – after I thought about and dismissed several ideas (among these was the new thicker Trekking sock yarn in pink by Zitron – pictured here) I decided to go for stash busting, searched and found some Finkhof organic wool in natural cream white. This is the real wool feeling – unhampered by synthetic resin from superwash treatment. And in order to get some color (I´m so heartily sick of winter´s grey) I rummaged through the Kool Aid and food color stacks. Found one sachet  Kool aid of Pink Lemonade, one of  Red Cherry and some plain red food color (named “strawberry”).

Actually I hoped to get a shaded princess pink from the dyeing. Seems I would have needed a couple more sachets of Pink Lemon for that.

When I saw how the wool turned out in the dyeing pot, I spontanously thought of (not quite ripe) Strawberry Fields – and the Beatles song too ;-) As seen in the other picture, every last particle of color was sucked out of the water.

Oh well – if it is to be Strawberry Fields instead of Princess Pink, I might as well go with it. The light green buttons I found at Maschenkunst in Cologne.

Don´t they look a bit like the little leaves on a strawberry? ;-)

Of course I could also use the light green Peppermint Patty I got in an earlier attempt with Kool Aid – the buttons would fit in as well with this wool ;-)

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weiss ich auch nicht.

Aber zumindest ein Fell hat den Weg zu mir gefunden  :-)

schaf-blau.jpg

Ist doch praktisch, wenn die Wolle gleich farbig wächst und nicht erst aufwendig gefärbt werden muss ;-) Wäre jedoch interessant, ob es eine spezielle Rasse ist, oder ob es am Futter liegt – vielleicht kippen die Schotten ja manchmal Whisky in die Schafstränke und dann werden die Schafe blau :-)

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Auch Prinzesschen werden erwachsen – hoffentlich – wer will schon leben und sterben wie Lady Di?! Und was kommt nach der Rosa-Prinzessinnen-Phase?

Na klar, cäsarisch-königlich-kaiserliches PURPUR!!! ;-)

Man nehme Rosa (ein verdünntes Rot), mische es mit Blau auf, evtl. noch etwas Rot dazu, um eine intensivere Farbe zu erhalten und landet bei Purpur/Violett. Für Pink/Magenta wäre nur ein gaaanz geringer Blauanteil notwendig, das wäre quasi der Ã?bergang zu Purpur. Und auch die “fehlende” Farbe, da sie sich bildet, wenn man die für uns sichtbaren Spektralenden des Regenbogens zusammenführen könnte.

Kleiner Warnhinweis: Die Links auf den Farbnamen führen zu einer illustrativen Seite mit FARBE und Beschreibung der Farben – wer drauf klickt, sollte evtl. zuerst die Sonnenbrille aufsetzen. Einige der Beispiele sind doch sehr – hm – INTENSIV :-)

Purpur, was so ziemlich alle Mischungen aus blau + rot bezeichnen kann, zieht mich momentan quasi magisch an. O.k., ich wehr mich auch nicht gerade dagegen :-) . Eine Runde Fotos zu momentanen Purpuraspekten in meinem Leben:

mit Kool Aid (Grape) selbst gefärbte wollweiss Finkhof Merino

nostepinne1.jpg nostepinne.jpg

Auf einer improvisierten Nostepinne – den Holzstab hab ich mir vor Jahren aus einem Schottlandurlaub mitgebracht – keine Ahnung wofür das Ding ursprünglich sein sollte. Es ist kein Nudelholz, kein Trommelstock… ??? Also wenn jemand eine Ahnung hat, was das eigentlich ist, bitte ich um einen Hinweis.

02.09.07: Danke für die Infos – wie zwei Leserinnen mir mitteilten, heisst das Ding SPURTLE und ist ein Stab zum Porridge rühren. 

Poison von der Wollmeise + Waldbeerenmixsaft

purpur.jpg

Aura Soma Flower Shower Duschgel

aura-soma-flower-shower-purple.jpg

Normalerweise verwende ich Seife, weil die erheblich umweltfreundlicher ist aus Verpackungs- und Transportgründen. Diese Dosis sortier ich jetzt unter “therapeutische Zwecke” ein :-)

Putzig finde ich auch den Vermerk auf der Rückseite:

Made with love and intention :-)

Mit Liebe und Absicht produziert. Und ohne Tierversuche!

Ich hoffe, dass die in den obigen Produkten enthaltenen Farbstoffe irgendwie synthetisch hergestellt sind und nicht aus Murex trunculus, der Purpurschnecke. Da aber bereits in der Antike preiswertere Alternativen gesucht wurden und im Mittelalter die Kaisermäntel aus Kostengründen (!) nicht mehr mit Purpur sondern mit dem pflanzlichen Krappfarbstoff gefärbt wurden, bin ich da heute wohl auf der sicheren Seite.

So ganz nebenbei habe ich eben erst bewusst wahrgenommen, dass ich mein Postfach bei web.de auf die Farbauswahl lavendel/purpur eingestellt habe… Upps ;-)

Und jetzt geh ich eine Runde Pflaumen futtern :-)

pflaumen.jpg

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Ach nein, kein blau gemachter Montag.

Der Begriff “Blue Moon” hatte in den letzten Jahrhunderten unterschiedliche Bedeutungen – heute ist lt. Wikipedia ein Blue Moon “der zweite Vollmond in einem Kalendermonat (…). Dies passiert in 100 Jahren etwa 41 Mal, naturgemäÃ? am häufigsten in den Monaten mit 31 Kalendertagen, während es vorkommen kann, dass im Februar überhaupt kein Vollmond stattfindet“.

Der Juni hat dieses Jahr zwei Vollmonde – am 1. und am 31. Das passt ja grad mal so eben rein ;-)

Wenn ich das richtig sehe, ist das genau das System des alten angelsächsischen Kalenders, wo alle zwei bis drei Jahre ein zusätzlicher Sommermonat eingeschoben wurde um das Sonnen- und Mondjahr zu synchronisieren; und zwar im Zeitraum Juni/Juli.

Wie dem auch sei – der Blue Moon schien mir ein guter Zeitpunkt um etwas Farbmagie auf den Stash anzuwenden. Geniale Sache: “neue” Wolle in den Vorrat ohne den Vorrat aufzustocken oder groÃ? Geld auszugeben. Transformation ist das Zauberwort :-)

  • Man nehme blaues Lebensmittelfarbpulver und naturweiÃ?e Finkhof-Wolle.
  • Das gibt dann ein nicht so faszinierendes Jeansblau :-( Laaangweilig…
  • Mit grünem Lebensmittelfarbpulver abtönen
  • Gibt ein super-intensives Tiefseemeergrün – huch
  • Mehrere Farbzüge hintereinander gefärbt geben grün-blau Schattierungen, naturellement heller werdend.

Das Gesamtergebnis:

wolle-ssw-001.jpg

Eigentlich wollte ich nur ein zartes Himmelblau färben…. :-) Aber wie´s im Leben halt geht, die Farbe hat mich mitgerissen :-) .

Noch eine Episode aus dem Färben: Den zweit- oder drittletzten Strang hab ich – ohne Nachzudenken – aus dem kalten Einweichwasser in die heisse Farbbrühe getan, etwas umgerührt, damit auch alles schön mit Farbe bedeckt ist, Deckel drauf….

Die berühmten 3 Schrecksekunden später: AAAAAAHHHHRRRRGGGGHHH! Unbehandelte Wolle, Temperaturschock, Bewegung – klassische Zutaten zum Filzen lt. Lehrbuch. Ich dachte, der Strang wäre erledigt *shock*.

Aber da es nun schon mal passiert war, hab ich ihn einfach in der Farbflotte liegen lassen, hektisches Rauszerren hätte eh nichts mehr geändert. Ergebnis, als ich ihn später herausnahm: Schöne Farbe, das war´s. Nicht ein Hauch von Filz – ich könnte jetzt nicht mal mehr sagen, welcher der Stränge es war.

Filz ist offenbar nicht mein Ding oder Wolle filzt bei weitem nicht so doll wie immer erzählt wird. Zumindest nicht bei mir :-)

Jetzt ist alles erstmal weggepackt – weiss noch nicht, welches Projekt ich damit mache. Derzeit warte ich auf meine Magenta/neonrosa/pinke Kauni Wolle :-)

Aber damit nicht die Woll-Motten ein Fest aus der gefärbten Wolle machen, habe ich sie noch mit Niemspray behandelt. Ein vielseitig einzusetzendes botanisches Wunder, der Neem- oder Niembaum, lt. Wikipedia. Seine Samen werden schon lange in Indien für und gegen alles mögliche verwendet – von Kopfläusen und Pflanzenschutz bis Diabetes.

Dazu kommt dann noch ein Säckchen mit Lavendelblüten und Zedernholzspänen – letzteres preiswert im Kleintierbedarfhandel zu erhalten als Ã?berstreu für Meerschweinchen, Kaninchen und andere Nager. Das sollte reichen, um den Wollmotten erstmal den Appetit auf meine Wolle zu verderben. Da bin ich mal ganz futterneidisch :-)

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