Archiv für die Kategorie: “Färben”

*scroll down for English*

Kleines Färbezwischenspiel mit Lebensmittelfarbe E133 Brilliantblau. Ungiftig und kein Bedarf für spezielle Ausrüstung. Wie sagte mal jemand – “wenn ich Handschuhe und Mundschutz anziehen muss um damit zu arbeiten, wird es in meinem Haushalt nicht stattfinden”.

Grundlage ist Finkhof Merinowolle in Naturgrau. Es soll ein Akzent in einem naturgrauen Pullover werden. Dosierung der Farbe ist immer so eine Sache, weil sie sehr konzentriert  ist. So aus dem Handgelenk blieb etwas Färbeflotte übrig, mit der ich einen kleinen Strang Merinowolle Naturweiss gefärbt habe, der hier noch rumlag.

10_finkhof_merino_grau

10_finkhof_socken_naturweiss

Und wow, ist die Farbe unterschiedlich auf den beiden Ausgangsmaterialien.

10_finkhof_2_blau

* * *

Quick interlude in dyeing with food dye. No kool aid, but straight brilliant blue food color E133. Non-toxic and with no need for special equipment. Somewhere I found the quotation “if I have to put on gloves and a mask to work with it, it will not happen in my household”.

Yarn basis is Finkhof Merino wool natural grey that I want to use as accent in a knitted natural gray sweater. The color powder is very concentrated so dosage is always a bit of guesswork. Off the cuff there was some dye bath left over which I put to good use with some Merino Wool in natural cream I found laying about.

And wow, does the color emerge differently on the two basic materials.

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , ,

Comments Keine Kommentare »

scroll down for English

Bei einem kleinen Wolltausch für Testzwecke kamen bei mir diese zwei Knäule Possum-Wolle als Extra an (Fuchskusus, nicht zu verwechseln mit dem Opossum – das ist eine andere Tierart auch wenn das öfters durcheinandergeworfen wird).

Possum-Wolle??!

Possum-Wolle.

Es ist eine Mischung aus neuseeländischem Merino (also wahrscheinlich ohne mulesing) und Possum-Haaren. Als ich das erste Mal hörte, dass es sowas überhaupt gibt, tauchte vor meinem inneren Auge in Massentierhaltung gehaltene und geschorene Possums auf und das wäre ein no-go gewesen. Also recherchiert. Die Possums werden getötet um an das Haar zu kommen??! Geht gar nicht! Obwohl… der WWF ist DAFÜR die Tiere zu töten??! Das wird ja immer merkwürdiger.

Des Rätsels Lösung: Possums sind Beuteltiere, die in Australien heimisch sind, und im frühen 19. Jahrhundert nach Neuseeland importiert wurden, um dort eine Pelzzucht aufzubauen. Die Story ging weiter wie üblich  – mangels natürlicher Feinde haben sich die zugegebenermassen possierlichen Tiere explosionsartig vermehrt und sie fressen ALLES. Blätter und Zweige, Küken, Eier… so dass inzwischen diverse Pflanzen- und Tierarten in Neuseeland ob der Possumplage vom Aussterben bedroht sind, einschliesslich des Kiwi, dem neuseeländischen Nationalvogel. Der kann nicht fliegen und daher sind sowohl die Gelege als auch die Küken leichte Beute für die Possums.

Die neuseeländische Regierung gibt jedes Jahr mehrere Millionen Dollar dafür aus, die Possumplage in den Griff zu bekommen um die Ausrottung mehrere einheimischer Arten von Flora und Fauna zu verhindern. Ein findiger Kopf kam auf die Idee, die getöteten Tiere zu verwerten – als Pelz und für Wolle. Besser als die Kadaver einfach so wegzuwerfen. Die Tiere werden also nicht getötet um an ihren Pelz zu kommen sondern der Pelz wird von sowieso getöteten Tiern verwendet.

Könnte das Leben nicht mal zur Abwechslung einfach sein, hinsichtlich ethischer Entscheidungen?!

In Neuseeland heisst es: Save a Kiwi – Knit with Possum

Ich habe jedenfalls erstmal gefärbt, da mir das Nougatbraun nicht so zusagte. Also in den Farbbeständen der Lebensmittelvorräte gekramt und ein paar Rest gefunden. Da das Zeug schon jahrelang hier lagert, lieber ein bisschen mehr genommen. Grün geht immer.

Gab eine sehr intensive Färbeflotte:

Oops. Da nach dem ersten Knäuel noch jede Menge Farbstoff im Wasser war, habe ich den zweiten Strang ebenfalls gefärbt. Gab zwei sehr unterschiedliche Grüntöne:

Dunkeloliv und Laubgrün – sehr hübsch :-)

* * *

These two skeins of possum yarn arrived here as an extra when swapping yarn for testing with another knitter. Possum Yarn, not to be confused with Opossums, which are a different species. Sometimes, these two are linguistically mixed up.

Possum Yarn??!

Possum Yarn.

It is a mixture from Merino wool from New Zealand (so in all probability produced without mulesing) and possum fur. The first time I heard that something like that existed I instantly had this picture before my inner eye, of possums kept in industrial farming to harvest their fur. This would have been a  no go. So I did some more research. The possums are killed to get the fur??! Not that is SO a no-no. But… The WWF is in favour of killing them??! This is growing stranger with every new bit if info.

The solution to this riddle: Possums are marsupials, which are native in Australia and have been imported to New Zealand during the 19th century to start a fur business. You can imagine what happened – there were no predators and the possum population exploded. Granted, they look kinda cute but the eat EVERYTHING. Leaves, shoots, chicks, eggs… up to the point where several species of the flora and fauna of New Zealand are threatened with exinction, including the Kiwi, the national bird. Kiwis are unable to fly and so the chicks and eggs are easy prey for possums.

The Government of New Zealand spends millions of dollars every year in pest control measures to come to grips with the possums and prevent several species of flora and fauna from extinction. Some clever individual had the idea to make money from the killed possums in terms of fur and yarn. At least this is better then just throwing away the dead bodies. So the animals are not killed to get at their fur but the fur of animals which would have been killed anyway is used.

It would be nice if life would be easy concerning ethical decisions. Just once.

In New Zealand they say: Save a Kiwi – Knit with Possum

Anyway, as the nougat brown was not so much to my liking, I decided to overdye it. Went to look in the food dye cabinet and found some remnants that had been lying around for several years. Which was the reason I took a bit more dye powder. Green is always an option. I found myself with a very intensive dye bath. So, after the first skein I decided to give the second one a go as well and ended up with two very different shades of green.

 Dark Olive and Leaf Green – very beautiful :-)

Schlagwörter: , , , , , , , ,

Comments 2 Kommentare »

Nee, nix Qualm sondern Handarbeit.

Nachdem ich dieses Wolle-Hanf-Garn gefunden hatte war ich echt neugierig und habe ein Probestück bestellt.

Doppelt genommen:

Kam heute an und wurde sofort mit etwas grüner Lebensmittelfarbe und einem Hauch von Essigessenz in den Topf verfrachtet und aufgekocht.

Hier nach dem Färben 3-fach genommen.

Nach dem Färbebad ist es hübsch aufgeflufft und hat die Farbe schön angenommen – o.k. es ist jetzt nicht wirklich das Super-Schmuse-Garn aber weder lebe ich auf einem Ponyhof, noch habe ich Interesse daran. Ich habe mir jetzt 1 kg (1 Verpackungseinheit) bestellt. 1 kg für 12 Euro – was soll man da sagen. Das Garn könnte ich mir verstrickt in jeder Fadenzahl vorstellen – von Lace bis dick, wobei ich persönlich alles ab Nadelstärke 5,0 eh nicht mehr mag.

3-fach genommen sollte es ziemlich genau hinkommen um die Unmentionables aus der Summer Knitty 2007 zu stricken und zwirnen kann ich die Wolle auf dem Spinnrad. Die Lauflänge kommt dann fast exakt hin und mit 50 % Hanf und 50 % Wolle statt 80 % Baumwolle und 20 % Merino ist der Materialmix auch nah dran.

Die Anleitung ist zwar auf englisch, aber allein die Bilder lohnen sich  – handgestrickte, knielange Damenunterhosen, inspiriert von Vorbildern um 1905 sieht man nicht alle Tage. Wenn man bedenkt, dass die Moralisten im 1. Jhd. Schaum vor dem Mund bekamen beim Gedanken, dass Frauen es wagten, diese Dinger ausser Sichtweiter der Öffentlichkeit UNTER ihrer sonstigen Kleidung trugen…. weia. Heissen wohl nicht umsonst auf englisch die “Unaussprechlichen”.

* * *

Nada, no smoke but fiber craft.

After I found this Wool-Hemp-Yarn I was really curious and ordered a sample which arrived today, only to be cooked at once with some green food coloring and a wee bit of vinegar. The pictured yarn scrap is a 3-ply.

After the dye bath it took the color quite beautifully and bloomed as well. It is not really a super-duper-soft yarn but I am not after those anyway. I like it and ordered 1 kg (one packing unit). At 12 Euros for the kg (equals 16.18 USD/10.09 British Pounds) at the moment it is really a bargain. This yarn should look nice in every ply – from lace to bulky even if I personally prefer Aran as maximum thickness.

As a 3-ply it should be just sufficient to knit the Unmentionables from Summer Knitty 2007. I can ply it on my spinning wheel to get almost the exact yardage of the original yarn. The mix of animal and plant materials is also close with 50 % hemp and 50 % wool instead of 80 % cotton and 20 % Merino.

Have look at them – just the pictures alone are worth it. Hand knitted knee-length women underwear based on models form around 1905 are not an everyday sight. And now think about the fact that moralists in the 19th century were frothing that women dared to wear them out of sight BENEATH their skirts… they are not called unmentionables for nothing, I suppose.

Comments Keine Kommentare »

Inspiration für die February Lady – nachdem ich diverse Möglichkeiten an Wolle überlegt und verworfen habe (u. a. das 6fädige Trekking von Zitron in Pink meliert – Foto hier), hab ich mich zum Stash Abbau entschieden.  Noch einen Vorrat von der guten Bio-Finkhof Wolle dünn in Naturweiss gefunden (300 m / 100 gr) für das echte Wollgefühl ohne Kunstharz aus der Superwash-Ausrüstung. Und da es was farbiges sein sollte (das Wintergrau geht mir sowas von auf den Keks inzwischen) hab ich noch die Kool Aid und Lebensmittelfarbevorräte durchsucht – voila:

kool-aid-reds

Lebensmittelfarbe Erdbeerrot, 1 x Kool Aid Cherry, 1 x Kool Aid Pink Lemon

Eigentlich wollte ich ein meliertes Prinzessinnen Pink beim Färben erreichen. Da hätte ich wohl einige Päckchen mehr an Pink Lemon benötigt.

Als ich das hier im Topf sah, fiel mir spontan (unreifes) Erdbeerfeld ein. Und Strawberry Fields von den Beatles  ;-)

kool-aid-reds-topf

Das hier war nach dem Färben – alle Farbpartikel aus dem Wasser gesaugt, wie man sieht

kool-aid-reds-fertig

Na dann – Erdbeerfeld statt Prinzessinnen Pink – diese Knöpfe hab ich dann bei Maschenkunst in Köln dafür gefunden:

knoepfe-blattgruen

Wirken doch ein bisschen wie die kleinen Blättchen an Erdbeeren :-)

Hm. Oder doch lieber die hellgrüne Peppermint Patty verwenden, die ich in einem früheren Versuch gefärbt habe? Da passen dann die Knöpfe auch zu ;-)

* * *

Inspiration for my February Lady – after I thought about and dismissed several ideas (among these was the new thicker Trekking sock yarn in pink by Zitron – pictured here) I decided to go for stash busting, searched and found some Finkhof organic wool in natural cream white. This is the real wool feeling – unhampered by synthetic resin from superwash treatment. And in order to get some color (I´m so heartily sick of winter´s grey) I rummaged through the Kool Aid and food color stacks. Found one sachet  Kool aid of Pink Lemonade, one of  Red Cherry and some plain red food color (named “strawberry”).

Actually I hoped to get a shaded princess pink from the dyeing. Seems I would have needed a couple more sachets of Pink Lemon for that.

When I saw how the wool turned out in the dyeing pot, I spontanously thought of (not quite ripe) Strawberry Fields – and the Beatles song too ;-) As seen in the other picture, every last particle of color was sucked out of the water.

Oh well – if it is to be Strawberry Fields instead of Princess Pink, I might as well go with it. The light green buttons I found at Maschenkunst in Cologne.

Don´t they look a bit like the little leaves on a strawberry? ;-)

Of course I could also use the light green Peppermint Patty I got in an earlier attempt with Kool Aid – the buttons would fit in as well with this wool ;-)

Comments 1 Kommentar »

weiss ich auch nicht.

Aber zumindest ein Fell hat den Weg zu mir gefunden  :-)

schaf-blau.jpg

Ist doch praktisch, wenn die Wolle gleich farbig wächst und nicht erst aufwendig gefärbt werden muss ;-) Wäre jedoch interessant, ob es eine spezielle Rasse ist, oder ob es am Futter liegt – vielleicht kippen die Schotten ja manchmal Whisky in die Schafstränke und dann werden die Schafe blau :-)

Comments 2 Kommentare »

Bad Behavior has blocked 1211 access attempts in the last 7 days.