Archiv für die Kategorie: “Historisches”

Ein paar Eindrücke vom recht spontanen 2 Personen Zugsocking von Köln nach Mainz gestern:

  • erstaunlich, wieviele Fahrradfahrer morgens in einen Zug entlang des Rheins passen – noch erstaunlicher, dass noch mehr rein wollen
  • unser Zielbahnhof Mainz Süd heisst jetzt Mainz Römisches Theater (da werd ich brauchen, bis ich mich dran gewöhnt habe)
  • es gibt inzwischen 4 (!) Woll-Läden in Mainz Innenstadt: Woll-Rödel, Woll-Zeit, Haus der Wolle und den 4. find ich jetzt nicht
  • das erste, was mir nach Verlassen des Bahnhofs Römisches Theater (wohlgemerkt, in MAINZ) ins Auge sprang, war ein ca. 3 m hohes Früh Kölsch – Beweisfoto (klick vergrössert):

frueh1

  • gehört zur Gaststätte “Kölnisch Wasser” – naja, solange sie dort tatsächlich Früh ausschenken und kein Eau de Cologne, wie der Name nahe legt…

frueh

  • wir haben es trotzdem vorgezogen, im Eisgrubbräu ein paar Hundert m weiter in der Weissliliengasse zu Mittag zu essen – vor Ort in der Gasthausbrauerei gebrautes Bier schmeckt einfach besser als alles andere. Ich bin wirklich kein grosser Biertrinker, aber 0,2 l davon mussten einfach sein. Und die Speisekarte ist nach Brauhausart- reichhaltig, deftig, preislich o.k. Hinter Glas sieht man innen in der Brauerei die Maische im Gärkessel blubbern und das Ambiente mit den Kupferbraukesseln hat was – definitiv keine Massenware und das schmeckt man auch!
  • derart gestärkt haben wir die Woll-Läden abgegrast. Systematisch, versteht sich. Angebot ganz o.k., nichts berauschendes.
  • ich war ganz brav und habe mir nur ein paar Knöpfe geholt – blau-glitzer-pfauenfarbig oder so ähnlich:

knoepfe pfau

  • Ein Strang Zitron flame in Blau (was sonst) wär auch noch mit gegangen auf dem Rückweg – aber der Laden hatte dann schon zu…
  • Ein wenig Kultur haben wir uns auch gegönnt – den Schauraum im alten Isis-Magna-Mater-Tempel unterhalb der Römerpassage (= modernen Einkaufstempel). Eintritt frei, Spende natürlich gern gesehen aber nicht verpflichtend, geöffnet von 10 – 18:00 Uhr und auch ein kleiner Ruhehafen vor dem Einkaufstrubel in der darüber liegenden Stockwerken.
  • ein paar kleine Beutestücke aus dem Tempel – Radiergummi mit “Errare Humanum Est” drauf (“Irren ist menschlich” – find ich witzig auf einem Radiergummi) und zwei Streichholzschachteln mit der Aufschrift: “Isidi Pantheae et Matri Magnae” und “Mogontiacum Urbs Prima Germaniae Superioris” (“Die Göttin Isis und Magna Mater”, und “Mainz, erste Stadt in Obergermanien” wenn meine rudimentären Lateinkenntnisse mich nicht täuschen).

Bild015

  • Das Eis in der Eisdiele Florenz im 1. Stock der Römerpassage ist übrigens einfach nur absolut megamässig-lecker -  das gilt auch für die Kugelgrössen ;-) .  Lieber erst mal an den Nebentisch gucken ehe man selbst ordert.
  • Wem der Sinn nach einem kleinen Happen zwischendrin steht, kann sich auch bei Pizzeria Pepe in der Altstadt in der Augustinerstrasse verköstigen. Die leckerste Pizza, die ich je hatte.
  • Rückfahrt nach Köln per Nahverkehr dann wieder 3:40 h mit dem Wochenendticket – zieht sich doch ganz schön, und wenn der Anschlusszug dann noch etwas dauert und von Fussballfans und/oder Junggesellenabschied optisch und akustisch zugemüllt ist :-(   ist das wirklich kein Sahnehäubchen auf einem ansonsten schönen Tag.

Comments Keine Kommentare »

Auf dem Epochenfest in Jülich neulich bin ich über diesen Roman gestolpert:

Marcus Soldat Roms I aus dem Ammianus Verlag

Die Geschichte eines römischen Centurio, der im 4. Jhd. versucht,  sich in den Wirren der anbrandenden Germaneneinfälle der Völkerwanderungszeit vom Rhein durch die Eifel in seine Heimat bei Trier, dem römischen Treveris durchzuschlagen. Währenddessen holt ihn das Geheimnis um einen goldenen Armreif in Form einer Schlange mit grünen Smaragd-Augen ein. Und natürlich geht es auch um eine Frau, die Liebe seines Lebens.

Schön finde ich, dass hier mal jemand einen historischen Roman geschrieben hat, der wirklich Ahnung von der Materie hat und die Akteure nicht denken und handeln lässt als ob sie heute lebten. Hilfreich ist auch der als “Reiseführer” gestaltete Anhang mit Beschreibungen den im Roman durchquerten historischen Stätten (teilweise mit Fotos). Besonders faszinierend ist,  dass der Roman eben quasi “um die Ecke” spielt – Marcus Weg führt von Aachen nach Trier mitten durch die Eifel. Teil II ist für Oktober 2009 angekündigt und Teil III ist in Arbeit… ich bin gespannt.

Nun, und heute gabs die “Wanderlesung” zum Teil I – 10 km durch die Eifel um Nettersheim wandern mit Lesung von ausgewählten Texten an den in den jeweiligen Textstellen genannten Originalschauplätzen, veranstaltet von der Gemeindebücherei Nettersheim. Tolle Idee, auch sehr schön umgesetzt. Die Lukanischen Würstchen hinterher nach altem römischen Rezept waren auch sehr delikat. Nur meine Kondition hat mich arg daran erinnert, dass sie schon mal deutlich bessere Zeiten gesehen hatte *hüstel*.

Hier nun ein paar Fotos (klick vergrössert):

Die Brunnenstube am Beginn der Wasserleitung aus der Eifel nach Köln

Wanderlesung Brunnenstube

eins der unheilabwehrendne Medusa/Gorgonenhäupter an der Brunnenstube in Nahaufnahme

Wanderlesung Medusa

und das gute Eifelwasser

Wanderlesung Brunnenstube Detail

mehrere km weiter dann die Weihesteine für die Aufanischen Matronen am Tempel Görresburg

Wanderlesung Goerresburg

Nach insgesamt ca. 10 km, die ich trotz konditionsschwächeln auf den Steigungsstrecken ganz gut hinter mich gebracht habe, fiel mir wieder ein, dass ich schon seit längerem die Idee hatte, eine Matronen-Wanderung zu machen: Görresburg – Zingsheim – Pesch. Wären an die 8 km – jemand Interesse mitzukommen? Termin verhandelbar.

Comments 2 Kommentare »

Neuzugang:  Statue der römischen Göttin Juno, Replik aus dem 2. Jhd., ca. 21 cm hoch – gekauft im Forum Traiani, ebenso wie die Öl-Lampe – die gabs sogar ganz ohne Altersnachweis ;- )

Klick zur Vergrösserung nur auf eigene Verantwortung!!

Für Insider: WANNASEEMYLAMP?! ;-)

juno-und-lampe1

Die Schöne von hinten (immerhin schön genug um mit der Liebesgöttin Aphrodite selbst verglichen zu werden – dass schon damals aus dem Wer-ist-die-Schönste-Wettbewerb durch  Paris mit seinem Urteil der Trojanische Krieg, also nur Blödsinn rauskam, sei am Rande erwähnt). Nun ja, Eris, die Göttin der Zwietracht wusste wohl was sie tat als Sie den goldenen Apfel in die Preisrunde warf.

juno-back

Jetzt muss ich mal sehen, was ich mit etwas Farbe auf dieser Figur noch zaubern kann.

* * *

There ´s a new One in my house.

A replica of a statue of the Roman Goddess Juno from the 2nd century C.E. , bought at the Forum Traiani (the internet shop) . She stands about 21 cm / 8 inches tall and I took photos from front and back – as the story goes, Paris had to judge which one of the Goddesses was the most beautiful – so She is beautiful enough to stand in comparison with Aphrodite. Well, from this Miss-Greek-Goddess-Contest resulted the Trojan War, so nothing good at all – I suppose, Eris the Goddess of Strife knew very well what She did when casting that golden apple as price for the most beautiful Goddess.

The oil lamp in front is also from the Forum Traiani and they sell it even without proof of age – you can click  to embiggen, but the picture is rather clear, so you´ve been warned  ;-)

And my next project is to find out what I can do with a bit of color on this statue.

Comments Keine Kommentare »

Beim  Aufräumen gefunden – Fotos aus dem Urlaub im September 1998 (jo, so lange her) aus dem Museum in Vindolanda am Hadrians Wall in Nordengland.

Der rekonstruierte Tempel für die örtlichen Nymphen (Nymphaeum) und die Geister des Ortes (Genius Loci).

vindolanda-nymphaeum-09_1998_1

Hübsch, nicht?

Hier noch ein link zu einem Bild des Nymphaeums mit Garten. Ich glaub ich wäre jetzt gern dort.

Ein Weihestein in modernem Englisch gehalten als Dank an die Nymphen, mit dem Text:

“Octavius hat sein Versprechen an die Nymphen und Geister dieses Platzes erfüllt”

(da fehlt IMHO der normalerweise immer hinzugefügte Zusatz “gerne und nach dem Verdienst” (der Gottheit): v(otum) * s(olvit) * l(ibens) * m(erito), üblicherweise abgekürzt vslm – schliesslich wollten die Dedikanten der Steine (was wohl nicht so ganz billig war) sicher gehen, dass da keine “Nachforderungen” kommen von der anderen Seite ;-)   )vind-stein-small

und ein Foto von mir, 11 Jahre her und ca. 11 kg weniger, seufz.

vind-me-small-faceless

Dafür mit dem Phönix Pullover Original – damals schon so alt, dass auf dem Foto die durchgescheuerten und mit hellerer W0lle (weil Originalwolle nicht mehr greifbar) nachgearbeiteten Ärmelbündchen zu erkennen sind. Das Original hab ich vor ca. 20 Jahre gestrickt und einige Zeit nach dem Foto versehentlich im falschen Waschgang ruiniert. Vielleicht sollte ich mich doch noch mal dran machen, ihn neu zu stricken…

* * *

Found, while sorting the stuff: Pictures from my holiday in September 1998 on the Hadrians Wall in North England, Vindolanda Roman Museum.

A reconstructed temple for the local nymphs and spirits of the place (genius loci).

Nice, isn´t it?

Here you will find a link to a wonderful picture of the Nymphaeum including some of the surrounding gardens. I just wish I were there.

A stone, with the dedication (in modern english):

“To the nymphs and spirits of this place Octavius fulfilled his vow”

Usually in roman times they added “willingly and as the god(dess) in question deserved”: v(otum) * s(olvit) * l(ibens) * m(erito), in most cases abbreviated to vslm – just to make sure, that the dedication of the stone (which was expensive to pay for) was considered as complete fulfillment by the goddess and no additional claims would be forthcoming   ;-)

One picture of me – 11 years away and about 11 kg less, sigh.

But on the picture I´m wearing the Phoenix Sweater, I knit about 20 years ago and ruined some time after the picture by mistakenly putting it in the wrong washing program. On the picture the cuffs are already darned (with off-color wool because I didn´t have any of the original left) to repair the wear and tear the sweater had already taken. Maybe I should reknit it after all…

Comments Keine Kommentare »

Statt Kettenmail und Stöckchen werfen – hier ein link zum Mitnehmen, wer will:

Momentan reist die Grosse Göttin von Fülle, Wohlstand und Wohlergehen, bei den Hindus bekannt als

Maha Laksmi Devi oder Sri Laxmi

(der englische Text ist ausführlicher)

als “Geldengel” verkleidet durchs web. Ach Du meine… Göttin. Näheres hier (englischsprachiger blog).

Anita Revel hat den Text aus der ursprünglichen Kettenmail umgeschrieben zu einer positiven Affirmation. Das Bild auf dem blog ist noch schöner als das hier unten. Aber da ich nicht wusste, ob es ebenfalls lizensrechtfrei ist, habe ich mich hier für dieses unten entschieden. Also, wer möchte, ist eingeladen,  sich mit positiven Affirmationen in Sachen Wohlstand einzuklinken. Und nicht vergessen, SIE schüttet Ihren Segen über Menschen aus, die hart arbeiten und über aufgeräumte Wohnungen und in der Welt gibt es genug von allem, was Menschen wirklich brauchen aber nicht für Gier.

* * *

Instead of mail spam and tagging people randomly – here is a link to take along for those who like to:

Right now, the Great Goddess of Wealth, Prosperity and Well-Being, best known to Hindus as

Maha Laksmi Devi or Sri Laxmi

maha_lakshmi_devi

is traveling the world wide web in the disguise of a “money angel”. Oh my… Goddess. Find more about it here.

Anita Revel rewrites the tag-email to a positive affirmation. And the picture on her blog is even more beautiful than the one above. But as I don´t know if it´s also free for use I opted for the one above.  So, if you like, feel free to join in some positive affirmations concerning wealth . Remember,however,  SHE showers Her blessings on people who are hard working and on clean places and that the world holds indeed enough for everyone´s needs but not for greed.

Comments Keine Kommentare »

Bad Behavior has blocked 87 access attempts in the last 7 days.