Archiv für die Kategorie: “Historisches”
Irgendwie kommen bestimmte Themen in meinem Leben periodisch wieder. Scheint, jetzt sind die Wikinger mal wieder dran. Islandwolle und Seife etc. und passend dazu diese Drachenknöpfe, die ich vor einiger Zeit im Knopfparadies gekauft habe. Gibts in Gold glänzend, wie diese hier:

Weitere Ausführungen (abgesehen von verschiedenen Durchmessern) sind Gold matt (sieht man das Motiv besser), Altkupfer und Altsilber mit geschwärztem Hintergrund – da kommt das Drachenmotiv besonders gut raus:

en detail:

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Somehow certain topics reappear periodically in my life. Seems, the Vikings have another go right now. Icelandic wool and soap and these Dragon Buttons I bought some time ago from Knopfparadies. They are available in Bright Gold (picture 1), Burnished Gold (no pic, but the motive gets a better contrast), Burnished Copper (no pic) and Antique Silver with blackened background (pic 2 and 3) which shows the Dragon motive especially well.
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Kurz vor der Sommersonnwende war ich wieder mal in Mainz – per ICE von Siegburg nach Mainz und wieder zurück. Leider hat die Bahn wieder alles getan um ihrem schlechten Ruf gerecht zu werden, und so wurde aus etwas über 1 Stunde Fahrzeit hin mal eben über das Doppelte aufgrund der Wartezeiten. Vielleicht sollte ich lobend erwähnen, dass zumindest die Rückfahrt relativ planmässig verlief – abgesehen davon, dass aufgrund von Verspätung des ICE (ach neeee) die Umsteigzeit in Frankfurt Flughafen verdammt kurz war.Das einzig tröstliche ist, dass ich mit dem Auto noch länger gebraucht hätte, selbst wenn ich ohne Stau rechne und wie wahrscheinlich ist das denn.
Also auf zum Tempel für Isis und Kybele/Magna Mater, das heute am fast alten Platz aus römischer Zeit liegt. 3 m zur Seite oder so, weil man sonst die Baupläne für das Einkaufszentrum Römerpassage hätte ändern oder auf das rekonstruierte Iseum hätte verzichten müssen.
Ansonsten befindet sich die romano-keltischen Vergangenheit von Mogontiacum im Keller – wortwörtlich. Eigentlich wollte ich im Römisch-Germanischen-Zentralmuseum die 1 : 1 Replik des Gundestrupkessels mit Cernunnosdarstellung nochmal ansehen – aber der Kessel ist im Archiv. Zusammen mit ALLEM anderen aus dieser Zeit. Keltischer Wagen, Grabaustattung der Fürstin von Vix (ist die derzeit eigentlich als Mann oder als Frau klassifiziert, das wechselt ja gerne mal je nach neuester Untersuchung), die Bruchstücke der Jupiter-Gigantensäule, Grabstein von Menimane und Blussus, die ganzen restlichen Steine und sonstigen Funde… alles im Archiv verpackt, bis in – angeblich – 2 Jahren das neue Museum am Römerschiff-Museum erbaut und befüllt ist. Na, wenn der Zeitplan mal hinkommt…
Was Bilder angeht (nicht mal eine (!) Postkarte zum Gundestrupkessel gab es), siehe links im Text.
Zumindest die Replik der Jupiter-Gigantensäule (15 m hoch) steht noch vor dem Landtag (klick vergrössert):
Die Säule im ganzen:

Der obere Teil:

Wie man vielleicht bemerkt – es fehlen Jupiter und der Gigant. Die wurden, weil aus Bronze und daher wertvoll, irgendwann eingeschmolzen. Ein komplettes Bild dieser typischen Verschmelzung von keltischer und römischer Mythologie gibts hier (ja, die Dinger waren BUNT). Und hier der krönende Abschluss en Detail.
Und das Wetter am 21.06.2010? Es war so feucht-kalt, dass ich nochmal Feuer im Kaminofen gemacht habe. Und dann prompt davor eingeschlafen bin. Zumindest die nächsten Tage sind jetzt endlich sommerliche Temperaturen angekündigt. Ich bin gespannt.
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Shortly before Summer Solstice a made a short trip to Mainz and back by high speed train. Unfortunately, the German Railway Company did everything to live up to their bad reputation and so it took me over 2 h on the way there instead of a bit more than one. On the way back they almost managed to be on time, but the train was a bit late (what a surprise!) and changing time was really really short, but I made it. Some comfort is, that it would have taken me even longer by car anyway, even if there had been no traffic congestion at all and how probale is that.
So I went to the showroom of the antique Iseum (Temple for the Goddesses Isis and Kybele during Roman times) which was discovered during building measures for a new shopping mall:
The rest of the cities romano-celtic past is in the basement – litereally. I wanted to have another look at the 1 : 1 replica of the 1 : 1 Gundestrup Cauldron including the famous picture of Cernunnos but the cauldron is down in the archives. Together with EVERYTHING from this time. Celtic wagon, grave inventar of the Princess of Vix (is she momentary considered a woman or a man? Seems to change with whatever is the latest work about her), the fragments of the Jupiter-Giant-Column, the grave stone of Menimane and Blussus, all the rest of the stones and every find besides… everything packed off to the archives, until – hopefully in 2 years time – the new museum will be opened beside the museum for the roman ships which were found a few years ago in the Rhine. Well, I’m really curious if they will be able to stick to that deadline…
Considering pictures (there was not even one (!) postcard with the Gundestrup Cauldron), follow the links in the text above.
At least the replica of the Jupiter-Giant-Column (15 m) is still standing in front of the parliament building of Rhineland-Palatinate (click to enlarge):
The column in total:

Just the upper part:

As you may notice – Jupiter and Giant are missing. They were made of bronze and so got melted down somewhere along the centuries because of he material worth. A complete picture showing this amalgamation of celtic and roman mythology you can find here (oh yes, these things were really multicolored). And here the crowning part en detail.
And the weather on the 21st of June in 2010? Well, it was so wet and cold, I started a fire in the wood stove. Only to fall asleep in front of it. At least for the next few days the weather forecast says, it will be warm, sunny and summery. I’m really curious.
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Ein paar Worte über den Film Agora über die Philosophin Hypatia von Alexandria. Ziemlich gut, und vor allem historisch akkurat aber kein Renner an den Kinokassen. Kein Wunder – weder genug Sex noch Crime, spritzendes Blut, Kämpfe, Spezialeffekte oder Romantik… Der Film hatte eine fast perfekte Atmosphäre für das damalige Alexandria – der Tempel, die Bibliothek, die Strassen, die Menschen… gutes Studio und ein beträchtlicher Teil des Budgets ging offensichtlich ins Budget für Kleidung und Ausstattung.
Ausserdem war der Film überraschend dicht an den wenigen bekannten Fakten über Hypatias Leben dran. Sie lebte an der Wende vom 3. zum 4. Jahrhundert, war Philosophin, Mathematikerin, Astronomin und ganz offensichtlich brilliant, sogar nach den alexandrinischen Maßstäben. Und die waren ziemlich hoch, da die Stadt und ihre Universität als Zentrum des Wissens der damaligen Welt bekannt waren. Es scheint, dass sie bewusst unverheiratet blieb um eine berufliche Karriere als Lehrerin an der Universität zu verfolgen. Sie hätte sicherlich eine gute Partie abgegeben und wenn sie eine Ehe gewollt hätte, wie das dort und damals die übliche Lebensplanung für Frauen war, hätte dem wohl nichts im Weg gestanden.
Meiner Meinung nach zeichnet der Film ein gutes Porträt einer brillianten Frau, die Vernunft, Wissen, unabhängiges Denken sowie die Freude am Lernen und Neugier auf das Universum und alles darin zu schätzen wusste. Die Darstellung der politischen Situation in Alexandria ist ebenfalls gelungen – der Aufstieg der Christen, die Existenz bigotter Fanatiker ebenso wie Gläubiger, die es gut meinten, die immer kleiner werdend Gruppe der Heiden und die Kämpfe zwischen diesen Fraktionen. Und wie skrupellose und machthungrige Individuen erfolgreich den Pöbel für ihre Zwecke manipulierten. Die Hauptcharakter neben Hypatia (ihr Vater, der römische Präfekt, der Bischof etc.) scheinen auch alle sehr dicht an den historisch bekannten Fakten zu sein.
Hypatia wurde im März 415 A.D. von einem fanatischen christlichen Mob ermordet.
Es sollte Jahrhunderte dauern, bis wieder einzelne Frauen auch nur annähernd ähnliche Positionen in Lehre und Wissenschaft erreichen konnten. Und es dauerte fast 1.500 Jahre, bis Galileo Galilei wieder über das heliozentrische Weltbild publizierte – nur um von der Kirche als Ketzer verfolgt zu werden.
Nicht nur die Bibliothek von Alexandria ist damals in Flammen aufgegangen, auch das Wissen und die Vernunft der Antike.
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Some remarks about the film Agora about the female philospher Hypatia from Alexandria. It was quite good, but understandably no hit at the box office – not enough of either sex, crime, blood, fighting, special effects, romance… Concerning the atmosphere created in the film, it was near perfect für Alexandria at that time – the temple, the library, the streets, the people there… they had a good studio environment and obviously a good part of the budged went into clothes and equipment.
Also, it clung suprisingly close to the few known historical facts about Hypatia from Alexandria (today Egypt, then a part of the Roman Empire). She lived at the turn from the 3rd to the 4th century, was a philosopher, mathematician and astronomer and obviously brilliant, even by Alexandrinian standards. And those were pretty high as the city and the university there were famed for their learning. It seems, she stayed unmarried by choice to pursue a professional career as a teacher at the university. Judging from her social background she probably could have made a good match if she had wanted to and was the usual norm for women then and there.
In my opinion, the film draws a good portrait of a brilliant woman who values reason, learning, thinking and the joy of learning and curiosity about the universe and everything in it. It also paints realistically the political situation in Alexandria at that time – the rise of the Christians, the existence of bigott fanatics alongside well meaning believers, the remaining pagans and the clashes between that fractions. And how unscrupulous fanatics and manipulative power hungry individuals suceeded in turning the masses their way. The main characters beside Hypatia (her father, the Roman Prefect, the Bishop etc.) seem to have been modelled closely on what is known about the actual people as well.
Hypatia was murdered in March 415 A.D. by a fanatical Christian mob.
It took centuries for women to acchive like positions again – teachers, scientists etc. And it took nearly 1.500 years until Galileo Galilei published again a book about the heliocentric system – only to be pursued as a heretic by the church.
Not only the great library of Alexandria went up in flames back then but also the knowledge and reason of the ancient world.
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Ein paar Eindrücke vom recht spontanen 2 Personen Zugsocking von Köln nach Mainz gestern:
- erstaunlich, wieviele Fahrradfahrer morgens in einen Zug entlang des Rheins passen – noch erstaunlicher, dass noch mehr rein wollen
- unser Zielbahnhof Mainz Süd heisst jetzt Mainz Römisches Theater (da werd ich brauchen, bis ich mich dran gewöhnt habe)
- es gibt inzwischen 4 (!) Woll-Läden in Mainz Innenstadt: Woll-Rödel, Woll-Zeit, Haus der Wolle und den 4. find ich jetzt nicht
- das erste, was mir nach Verlassen des Bahnhofs Römisches Theater (wohlgemerkt, in MAINZ) ins Auge sprang, war ein ca. 3 m hohes Früh Kölsch – Beweisfoto (klick vergrössert):

- gehört zur Gaststätte “Kölnisch Wasser” – naja, solange sie dort tatsächlich Früh ausschenken und kein Eau de Cologne, wie der Name nahe legt…

- wir haben es trotzdem vorgezogen, im Eisgrubbräu ein paar Hundert m weiter in der Weissliliengasse zu Mittag zu essen – vor Ort in der Gasthausbrauerei gebrautes Bier schmeckt einfach besser als alles andere. Ich bin wirklich kein grosser Biertrinker, aber 0,2 l davon mussten einfach sein. Und die Speisekarte ist nach Brauhausart- reichhaltig, deftig, preislich o.k. Hinter Glas sieht man innen in der Brauerei die Maische im Gärkessel blubbern und das Ambiente mit den Kupferbraukesseln hat was – definitiv keine Massenware und das schmeckt man auch!
- derart gestärkt haben wir die Woll-Läden abgegrast. Systematisch, versteht sich. Angebot ganz o.k., nichts berauschendes.
- ich war ganz brav und habe mir nur ein paar Knöpfe geholt – blau-glitzer-pfauenfarbig oder so ähnlich:

- Ein Strang Zitron flame in Blau (was sonst) wär auch noch mit gegangen auf dem Rückweg – aber der Laden hatte dann schon zu…
- Ein wenig Kultur haben wir uns auch gegönnt – den Schauraum im alten Isis-Magna-Mater-Tempel unterhalb der Römerpassage (= modernen Einkaufstempel). Eintritt frei, Spende natürlich gern gesehen aber nicht verpflichtend, geöffnet von 10 – 18:00 Uhr und auch ein kleiner Ruhehafen vor dem Einkaufstrubel in der darüber liegenden Stockwerken.
- ein paar kleine Beutestücke aus dem Tempel – Radiergummi mit “Errare Humanum Est” drauf (“Irren ist menschlich” – find ich witzig auf einem Radiergummi) und zwei Streichholzschachteln mit der Aufschrift: “Isidi Pantheae et Matri Magnae” und “Mogontiacum Urbs Prima Germaniae Superioris” (“Die Göttin Isis und Magna Mater”, und “Mainz, erste Stadt in Obergermanien” wenn meine rudimentären Lateinkenntnisse mich nicht täuschen).

- Das Eis in der Eisdiele Florenz im 1. Stock der Römerpassage ist übrigens einfach nur absolut megamässig-lecker - das gilt auch für die Kugelgrössen
. Lieber erst mal an den Nebentisch gucken ehe man selbst ordert.
- Wem der Sinn nach einem kleinen Happen zwischendrin steht, kann sich auch bei Pizzeria Pepe in der Altstadt in der Augustinerstrasse verköstigen. Die leckerste Pizza, die ich je hatte.
- Rückfahrt nach Köln per Nahverkehr dann wieder 3:40 h mit dem Wochenendticket – zieht sich doch ganz schön, und wenn der Anschlusszug dann noch etwas dauert und von Fussballfans und/oder Junggesellenabschied optisch und akustisch zugemüllt ist
ist das wirklich kein Sahnehäubchen auf einem ansonsten schönen Tag.
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Auf dem Epochenfest in Jülich neulich bin ich über diesen Roman gestolpert:
Marcus Soldat Roms I aus dem Ammianus Verlag
Die Geschichte eines römischen Centurio, der im 4. Jhd. versucht, sich in den Wirren der anbrandenden Germaneneinfälle der Völkerwanderungszeit vom Rhein durch die Eifel in seine Heimat bei Trier, dem römischen Treveris durchzuschlagen. Währenddessen holt ihn das Geheimnis um einen goldenen Armreif in Form einer Schlange mit grünen Smaragd-Augen ein. Und natürlich geht es auch um eine Frau, die Liebe seines Lebens.
Schön finde ich, dass hier mal jemand einen historischen Roman geschrieben hat, der wirklich Ahnung von der Materie hat und die Akteure nicht denken und handeln lässt als ob sie heute lebten. Hilfreich ist auch der als “Reiseführer” gestaltete Anhang mit Beschreibungen den im Roman durchquerten historischen Stätten (teilweise mit Fotos). Besonders faszinierend ist, dass der Roman eben quasi “um die Ecke” spielt – Marcus Weg führt von Aachen nach Trier mitten durch die Eifel. Teil II ist für Oktober 2009 angekündigt und Teil III ist in Arbeit… ich bin gespannt.
Nun, und heute gabs die “Wanderlesung” zum Teil I – 10 km durch die Eifel um Nettersheim wandern mit Lesung von ausgewählten Texten an den in den jeweiligen Textstellen genannten Originalschauplätzen, veranstaltet von der Gemeindebücherei Nettersheim. Tolle Idee, auch sehr schön umgesetzt. Die Lukanischen Würstchen hinterher nach altem römischen Rezept waren auch sehr delikat. Nur meine Kondition hat mich arg daran erinnert, dass sie schon mal deutlich bessere Zeiten gesehen hatte *hüstel*.
Hier nun ein paar Fotos (klick vergrössert):
Die Brunnenstube am Beginn der Wasserleitung aus der Eifel nach Köln

eins der unheilabwehrendne Medusa/Gorgonenhäupter an der Brunnenstube in Nahaufnahme

und das gute Eifelwasser

mehrere km weiter dann die Weihesteine für die Aufanischen Matronen am Tempel Görresburg

Nach insgesamt ca. 10 km, die ich trotz konditionsschwächeln auf den Steigungsstrecken ganz gut hinter mich gebracht habe, fiel mir wieder ein, dass ich schon seit längerem die Idee hatte, eine Matronen-Wanderung zu machen: Görresburg – Zingsheim – Pesch. Wären an die 8 km – jemand Interesse mitzukommen? Termin verhandelbar.
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